Temporäre leisteten 2019 deutlich weniger Arbeitsstunden

Die Zahl der Arbeitsstunden bei Temporären ist im letzten Jahr um 4,5 Prozent zurückgegangen. Grund dafür sind die fehlende Nachfrage und der ausgetrocknete Arbeitsmarkt.

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Besonders im Baugewerbe ist der Anteil von Temporärbeschäftigten gross.

Besonders im Baugewerbe ist der Anteil von Temporärbeschäftigten gross.

Symbolbild: Keystone

(wap) Die fehlende Wachstumsdynamik der Schweizer Wirtschaft hat Folgen für Temporärarbeitende. Im Jahr 2019 wurden 4,5 Prozent weniger Einsatzstunden temporär geleistet als im Vorjahr. Als Grund dafür nennt der Branchenverband Swissstaffing in einer Mitteilung vom Dienstag die fehlende Nachfrage. Schwierigkeiten bereitet aber auch der ausgetrocknete Arbeitsmarkt. Dieser mache es für die Temporärfirmen schwierig, geeignete Arbeitskräfte zu rekrutieren.

Der Branchenverband gibt sich dennoch optimistisch. «Neue Dienstleistungen wie das HR-Management für KMU, sozial korrekt abgesicherte Plattformarbeit für Flexworker sowie die Vermittlung und Anstellung hochqualifizierter Freelancer haben nach wie vor grosses Wachstumspotenzial», erklärt Marius Osterfeld, Ökonom bei
Swissstaffing, laut Mitteilung. Als grösstes Risiko bezeichnet er die Politik, namentlich die Begrenzungsinitiative der SVP, aber auch« böse Überraschungen beim Brexit» oder die Zollpolitik der USA.