Im Kernmarkt schrumpft der Umsatz der Swisscom – in Italien wächst er

Das Telekommunikationsunternehmen erzielte in den ersten neun Monaten des Jahres einen tieferen Umsatz als noch im Vorjahr. An der Konzernspitze kommt es zu Wechseln.

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Corona hatte negative Auswirkungen auf den Umsatz und Gewinn von Swisscom.

Corona hatte negative Auswirkungen auf den Umsatz und Gewinn von Swisscom.

Keystone

(mg) Die Swisscom meldet für die ersten drei Quartale 2020 einen Nettoumsatz von 8,2 Milliarden Franken, währungsbereinigt entspricht das einer Abnahme um 2,1 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Daraus resultiert ein Reingewinn von 1,16 Milliarden Franken, das sind 1,3 Prozent weniger als Ende September 2019. «Der hohe Preisdruck und die Auswirkungen von Covid-19 drückten auf den Umsatz im Schweizer Kerngeschäft», heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Dank «verbesserter Effizienz» habe das Unternehmen dies aber «grösstenteils auffangen» können.

Im «gesättigten Schweizer Kerngeschäft» erwirtschaftete Swisscom einen Umsatz von 6,15 Milliarden Franken. Das entspricht einem Rückgang von 3,5 Prozent. Positiv entwickelt habe sich dagegen das Geschäft in Italien: «Das Umsatzwachstum bei Fastweb beträgt im Vergleich zum Vorjahr 90 Millionen Euro (+5,7 Prozent)», wie die Swisscom weiter schreibt.

Wechsel im Verwaltungsrat und neuer Finanzchef

An der Spitze des Verwaltungsrats kommt es zu einem Wechsel. Wie das Telekommunikationsunternehmen schreibt, soll Michael Rechsteiner neuer Präsident werden. Er löst damit Hansueli Loosli ab, der die maximale Amtsdauer von zwölf Jahren erreicht hat. Rechsteiner ist aktuell Europa-Chef für das Gas-Power-Geschäft von General Electric. Er soll gemäss Mitteilung an der Generalversammlung vom 31. März gewählt werden.

Ebenfalls erhält die Swisscom einen neuen Finanzchef. Eugen Stermetz wurde vom Verwaltungsrat gewählt. Er folgt auf Mario Rossi, der sich «künftig auf Mandate in der Wirtschaft konzentrieren» wolle, wie es in der Mitteilung heisst.