Zu wenig Passagiere: BLS reduziert Anzahl Schiffe und führt wieder Kurzarbeit ein

Im Vorjahresvergleich sind in diesem Sommer ein Drittel weniger Passagiere auf dem Thuner- und Brienzersee unterwegs. Die BLS reduziert deshalb die Anzahl Schiffe ab dem 10. August.

Drucken
Teilen
Die Maskenpflicht auf den Aussendecks schreckt viele Passagiere ab.

Die Maskenpflicht auf den Aussendecks schreckt viele Passagiere ab.

Keystone

(sku) Die Passagierzahlen auf dem Thuner- und dem Brienzersee sehen nicht rosig aus: Seit der Einführung des Sommerfahrplans am 4. Juli sind ein Drittel weniger Gäste unterwegs. Wie die BLS am Dienstag schreibt, wird die Nachfrage mit dem Ende der Sommerferien voraussichtlich noch weiter sinken. Die BLS vermutet, dass sich die Maskentragpflicht auf den Schiffen negativ auf die Passagierzahlen auswirkt. Die Schiffsbranche forderte bislang erfolglos, dass Passagiere wenigstens auf den Aussendecks keine Masken tragen müssen.

Infolge der tiefen Passagierzahlen bietet die BLS ab dem 10. August nun weniger Schiffskurse an. Auf dem Thunersee fallen unter der Woche die zwei Kurse Thun–Interlaken und West–Thun aus. Auf dem Brienzersee wird die MS Jungfrau nicht mehr eingesetzt, die täglich einmal von Interlaken Ost nach Brienz und zurück fährt. Bereits seit dem 27. Juli sind zudem die Kurzrundfahrten eingestellt. Der reduzierte Sommerfahrplan gilt bis Ende August.

Insgesamt reduziert die BLS das Angebot damit um rund 15 Prozent. Wie es weiter heisst, muss dadurch erneut Kurzarbeit angeordnet werden. Bis Ende 2020 rechnet die BLS aufgrund der Coronakrise bei der Schifffahrt mit Ertragsausfällen von bis zu 6 Millionen Franken.