Wenn die Waschmaschine für Ärger sorgt: Darüber streiten Nachbarn

Am ehesten streiten sich Nachbarn wegen Lärm und Dreck, wie eine Umfrage des Immobilienportals Homegate zeigt. Aber auch die gemeinsame Waschküche sorgt immer wieder für Ärger.

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Die gemeinsame Waschmaschine sorgt bei einem Fünftel der Nachbarn für Ärger.

Die gemeinsame Waschmaschine sorgt bei einem Fünftel der Nachbarn für Ärger.

Keystone

(sku) Eine Feier daheim mit Freunden oder spielende Kinder: Das kann schnell einmal zu Zoff mit dem Nachbarn führen. Knapp jeder Zweite nervt sich über den Lärm der Nachbarn. Das zeigt eine am Mittwoch publizierte Studie des Immobilienportals Homegate. Rund die Hälfte der West- und Deutschschweizer würden demnach Wert darauf legen, dass die eigenen vier Wände ein Ort der Ruhe seien. Die Tessiner würden sich da vergleichsweise weniger beklagen, da störe sich nur jeder Dritte ab Lärm.

Wie schnell Geschrei und zu lautes Lachen dunkle Wolken aufziehen lassen, zeigt jüngst auch ein Beispiels aus Buchs im Kanton Aargau: Wegen spielender Kinder und darauffolgenden Reklamationen der Mieter liess die Liegenschaftsbesitzerin, die Migros-Pensionskasse, in einer Wohnsiedlung den Sicherheitsdienst antraben. Der soll nun für Frieden sorgen.

Deutschschweizer holen sich eher rechtlichen Rat

Weitere Streitgründe für Nachbarn sind gemäss Homegate auch die gemeinsame Waschküche und mangelnde Sauberkeit. Fast jeder Fünfte ärgere sich über die Waschküchenbenützung — vor allem wegen mangelnder Reinigung, liegengebliebener Wäsche und Nichteinhaltens der Waschpläne. Auch die Haustiere der Nachbarn können zuweilen ein Ärgernis sein.

Wie die Studie zeigt, wenden sich Schweizerinnen und Schweizer bei Problemen rund ums Wohnen am liebsten an die Familie oder an Freunde. Vor allem Deutschschweizer würden sich aber nicht davor scheuen, sich auch mal rechtlich beraten zu lassen: Über ein Fünftel habe sich schon professionellen Rat geholt.