Weniger Tote auf den Skipisten, dafür mehr tödliche Unfälle beim Wandern

Während auf Schweizer Skipisten immer seltener Menschen ums Leben kommen, hat die Zahl der tödlichen Unfälle beim Wandern in den letzten zwanzig Jahren zugenommen. Dies zeigt eine neue Untersuchung.

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Im letzten Jahrzehnt hat die Zahl der tödlichen Unfälle auf Skipisten abgenommen.

Im letzten Jahrzehnt hat die Zahl der tödlichen Unfälle auf Skipisten abgenommen.

Keystone

(wap) Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) hat die tödlichen Sportunfälle der letzten 20 Jahre analysiert. Dabei zeige sich eine Verschiebung, schreibt die BFU am Mittwoch in einer Medienmitteilung. Abgenommen hat demnach die Zahl der Todesfälle auf den Skipisten: Sie hat sich in den letzten zehn Jahren deutlich verringert, von 72 in den Jahren 2000 bis 2009 auf 46 in den Jahren 2010 bis 2019.

Grund dafür ist laut der Untersuchung nicht nur die Prävention, sondern auch die leicht rückläufige Zahl der Skitage auf den Schweizer Pisten. Seit 2008 weise der Verband Seilbahnen Schweiz tendenziell abnehmende Besucherzahlen aus, so die BFU. Keine Entwarnung gibt es beim Schneesport abseits der Pisten. Im Gegenteil: Von 2010 bis 2019 kamen 210 Menschen abseits der Pisten ums Leben, in den zehn Jahren davor waren es nur 136 gewesen.

Am meisten Tote forderten die Sportarten Wandern und Bergsteigen. Von 2000 bis 2009 waren beim Wandern 459 Menschen ums Leben gekommen, im Zeitraum 2010 bis 2019 hat sich diese Zahl auf 582 erhöht. Beim Bergsteigen sank die Zahl der tödlich Verunfallten hingegen von 333 im Zeitraum 2000 bis 2009 auf 238 in den Jahren 2010-2019.