Wegen Corona-Virus: Postauto- und Busfahrer verkaufen keine Tickets mehr

Ab Mittwoch stoppt Postauto bis auf weiteres den Verkauf von Tickets durch Busfahrerinnen. Die vorderste Tür im Bus bleibt geschlossen. Die gleichen Regelungen gelten auch in den Bussen zahlreicher Schweizer Verkehrsbetriebe. 

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Ab Mittwoch bleibt die vorderste Tür im Postauto geschlossen.

Ab Mittwoch bleibt die vorderste Tür im Postauto geschlossen. 

Sandra Ardizzone / SON

(agl) Wie Postauto am Dienstag mitteilte, verlange die aktuelle Situation zusätzliche Massnahmen zum Schutz von Mitarbeitenden und Fahrgästen im öffentlichen Verkehr. Ab Mittwoch, 11. März, können Fahrgäste deshalb keine Tickets mehr beim Fahrpersonal kaufen. Dies müsse man am Automaten oder über digitale Kanäle tun. 

Zahlreiche Schweizer Verkehrsbetriebe schlossen sich am Dienstag Postauto an. Um im Falle einer Pandemie ein minimales öffentliches Verkehrsangebot sicherzustellen, brauche es gesundes Fahrpersonal, heisst es beispielsweise in einer Medienmitteilung des Zürcher Verkehrsverbundes. Deshalb bleibt wie bei Postauto die vorderste Türe im Bus geschlossen. Ebenso würden Fahrgäste darauf hingewiesen, einen Mindestabstand zum Fahrersitz einzuhalten. 

Ticket an der nächsten Haltestelle lösen

Auch in Zürich müssen sich Bus-Fahrgäste ihre Tickets künftig vor der Fahrt besorgen. Sei jedoch kein Ticketautomat vorhanden, könne man sein Billet ausnahmsweise an der nächstmöglichen Haltestelle lösen. In den Zürcher Trams und in der Glattalbahn bleiben die Fenster zum Tram-Cockpit neu geschlossen. Diese Massnahmen würden ab Mittwoch schrittweise umgesetzt.

Auch der Tarifverbund A-Welle, der grosse Teile der Kantone Aargau und Solothurn abdeckt, schliesst sich Postauto an. Gemäss CH-Media-Recherchen haben sich die einzelnen Transportbetriebe des Verbundes am Dienstagmorgen abgesprochen. Noch am selben Tag wurden die Fahrgäste online und mit Plakaten in den Bussen über die neuen Regeln orientiert.

Zusätzlich zu den Schutzmassnahmen habe man auch die Reinigung der Fahrzeuge intensiviert, sowohl beim ZVV als auch bei der A-Welle. Haltestangen und Fahrer-Arbeitsplätze in Bussen und Trams würden jede Nacht desinfiziert.

Im Laufe des Tages schlossen sich auch der Ostschweizer Tarifverbund Ostwind und die Verkehrsbetriebe Luzern den neuen Regelungen an.