Unglück
Mehrere Badeunfälle in der Schweiz: Drei Menschen sterben, eine Frau in kritischem Zustand

Ein Sprung ins kühle Nass verspricht Abkühlung vor der Hitze. Für drei Personen – ein 74-jähriger und ein 78-jähriger Mann sowie ein 14-jähriger Junge – endete das Vergnügen am Freitag im Genfersee, im Luganersee und in der Maggia aber tödlich.

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In der Maggia bei Tegna ertrank am Freitag ein 14-jähriger Junge. (Archivbild)

In der Maggia bei Tegna ertrank am Freitag ein 14-jähriger Junge. (Archivbild)

Keystone

Gleich zwei Badeunfälle vermeldet die Waadtländer Kantonspolizei. Am Freitag gegen 13.15 Uhr stieg ein 74-Jähriger aus dem Kanton Wallis im Genfersee aus seinem Boot ins Wasser, um zu schwimmen. Dabei sei er plötzlich untergegangen, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Trotz intensiver Suche sei seine Leiche noch nicht gefunden worden.

Etwas später, um 15.20 Uhr, zogen Badegäste eine bewusstlose Frau aus dem Neuenburgersee. Die 65-jährige Frau aus dem Kanton Bern wurde mit dem Krankenwagen ins Spital gebracht. Sie befinde sich in ernstem Zustand.

14-Jähriger ertrinkt in der Maggia

Ebenfalls am Freitag ertrank kurz vor 14 Uhr ein 14-jähriger Liechtensteiner bei Tegna in der Maggia, wie die Tessiner Kantonspolizei mitteilte. Er war nach einem Sprung in den Fluss aus noch unbekannten Gründen nicht mehr aufgetaucht. Andere Badegäste versuchten den Jungen zu retten. Nach Wiederbelebungsmassnahmen wurde er mit dem Helikopter in ein Spital geflogen, wo er daraufhin starb.

Zudem verstarb am Samstagmittag ein 78-jähriger Franzose im Luganersee. Gemäss Tessiner Kantonspolizei wurde der Mann in Caslano um 12 Uhr als vermisst gemeldet. Bei der sofort eingeleiteten Suchaktion wurde er schliesslich eine halbe Stunde später etwa 15 Meter vom Ufer entfernt gefunden – in einer Tiefe von 4 bis 5 Metern.

Die Waadtländer Polizei ruft in Erinnerung, einige Regeln zu beachten, bevor man sich ins Wasser begibt. Dazu gehört, nicht nach dem Konsum von Drogen oder Alkohol oder mit vollem oder auf nüchternen Magen zu schwimmen. Ebenfalls solle man niemals nach einem längeren Sonnenbad ins Wasser springen ohne sich an die Wassertemperatur zu gewöhnen. Lange Strecken sollten zudem nie allein zurückgelegt werden: Auch der besttrainierte Körper könne versagen. (abi)