Über 1000 Bussen und zahlreiche Anzeigen: Die Walliser Behörden greifen bei Corona-Sündern durch

Die Walliser Kantonspolizei ist streng, wenn die Corona-Vorschriften des Bundes nicht eingehalten werden. Zahlreiche Personen erhielten bereits eine Busse oder wurden angezeigt. 

Drucken
Teilen
Die Walliser Kantonspolizei hat bereits zahlreiche Ordnungsbussen ausgesprochen.

Die Walliser Kantonspolizei hat bereits zahlreiche Ordnungsbussen ausgesprochen. 

Severin Bigler

(agl) 1036 Ordnungsbussen haben die Walliser Kantonspolizei und die Gemeindepolizeikorps bereits ausgesprochen. Die Bussen in der Höhe von 100 Franken hätten vor allem Personen erhalten, die sich nicht an die Versammlungs- und Abstandsvorschriften gehalten haben, teilten Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. «Es handelt sich dabei hauptsächlich um junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren.» Man habe bei der Anwendung der Sanktionen «eine entschiedene Haltung eingenommen», heisst es weiter. 

Zusätzlich habe die Kantonspolizei 57 Widerhandlungen gegen die Corona-Verordnung bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht, die bereits 27 Strafbefehle erlassen habe. Dabei ging es unter anderem um Restaurants, Campingplätze, Tankstellen oder andere Geschäfte, die sich einer Schliessung widersetzt haben. Sie wurden zu bedingten Geldstrafen zwischen 30 und 60 Tagessätzen sowie zu einer Busse zwischen 500 und 2'500 Franken verurteilt. 

Ebenso seien Personen verurteilt worden, die mit ihrem Verhalten «die Verbreitung des Virus in Kauf genommen hatten», wie mit dem Anhusten von Polizisten. Diese Personen erhielten eine bedingte Geldstrafe von 15 bis 20 Tagessätzen und eine Busse von 500 Franken.