Testkäufe
Wegen Maskenpflicht: Jugendliche kommen leichter an Alk und Zigaretten

Illegale Verkäufe von Alkohol und Tabakwaren an Minderjährige haben 2021 deutlich zugenommen. Dies zeigt ein Versuch des Blauen Kreuzes und der Stadtpolizei in Zürich. Grund ist die Maskenpflicht.

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Die Maske macht es für das Verkaufspersonal schwieriger, das Alter der Jugendlichen zu schätzen.

Die Maske macht es für das Verkaufspersonal schwieriger, das Alter der Jugendlichen zu schätzen.

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Die in Zürich festgestellte Zunahme der illegalen Verkäufe sei auch auf nationaler Ebene zu beobachten, schreibt die Stadtpolizei Zürich in einer Medienmitteilung vom Mittwoch. «Die Maskentragpflicht erschwert die ohnehin schwierige Schätzung des Alters jugendlicher Kundschaft zusätzlich», erklärt sie sich den Anstieg.

Sie empfiehlt deshalb dringend, im Zweifelsfall immer einen Ausweis zu verlangen. Zusammen mit dem Blauen Kreuz und der städtischen Suchtpräventionsstelle hatte die Stadtpolizei letztes Jahr 57 Testkäufe organisiert. In fast 50 Prozent der Fälle erhielten die Jugendlichen Waren, die für ihr Alter nicht zugelassen sind.

Die betroffenen Verkäuferinnen und Verkäufer wurden angezeigt. Gastrobetrieben drohen ausserdem verwaltungsrechtliche Massnahmen bis hin zum Patententzug. Die unangekündigten Testkäufe würden auch 2022 durchgeführt, so die Polizei. (wap)

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