Streithähne: Genfer geraten sich doppelt so oft in die Haare wie Berner

Das neueste Rechtsbarometer des TCS zeigt: Basler haben mit 223 Tagen am meisten Ausdauer bei Rechtsstreitigkeiten. Und geht es um das Auto, streiten sich Männer doppelt so oft als Frauen.

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Genfer streiten sich am häufigsten und am teursten. (Symbolbild)

Genfer streiten sich am häufigsten und am teursten. (Symbolbild)

Keystone

(sku) Schweizern wird zwar ein ruhiges Gemüt nachgesagt. Dennoch geraten sich auch die Einwohner vom vom Genfersee bis zum Bodensee ab und zu in die Haare, wie das am Dienstag publizierte neueste Rechtsbarometer des TCS zeigt. Am meisten Streithähne wohnen demzufolge in den Kantonen Genf, Waadt und Wallis. In der Agglomeration Genf war gar jeder fünfte Haushalt 2019 mit einem Rechtsstreit konfrontiert.

Auch was die Kosten von Retchtsstreitigkeiten angeht, liegt die Genferseeregion an der Spitze. Die Basler streiten sich zwar nicht ganz so oft wie die Westschweizer, dafür beweisen sie mehr Ausdauer: Mit durchschnittlich 223 Tagen dauern Rechtsstreitigkeiten am Dreiländer-Eck laut dem Rechtsbarometer des TCS am längsten.

Geradezu friedliebend scheinen da die Bernerinnen und Berner, die im vergangenen Jahr nur halb so oft stritten wie die Genfer. Überhaupt zeigt das TCS-Rechtsbarometer: niemand streitet seltener, kürzer und günstiger. Sowohl in den Bereichen Frequenz, Dauer und Kosten belegt Bern nämlich den letzten Platz in der jährlichen Streithähne-Hitparade.

Verkehr: Männer provozieren mehr Zusammenstösse

Gemessen über alle Rechtsgebiete (Verkehrs-, Privat- und Gebäuderechtsschutz) haben sich die Streithäufigkeiten zwischen den Geschlechtern im Vergleich zum Vorjahr laut dem Rechtsbarometer angeglichen. Soziologen begründen dies laut dem TCS damit, dass Frauen gelernt hätten, ihr Recht einzufordern. Betrachte man hingegen nur das Themenfeld der Mobilität, zeigt sich laut dem Rechtsbarometer, dass Männer noch immer doppelt so oft streiten wie Frauen. Laut den vom TCS zitierten Soziologen liegt dies daran, dass Männer die Geschwindigkeit öfters strapazierten, was zu mehr Zusammenstössen führe.