Soldaten im Coronaeinsatz sollen
den vollen Lohn erhalten

Der Ständerat hat am Montag den Assistenzdienst durch die Armee im Rahmen der Coronakrise gutgeheissen. Aktuell kämen keine neuen Gesuche um Unterstützung rein, sagte Bundesrätin Viola Amherd. 

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Soldaten haben während der Coronakrise an mehreren Orten Aufgaben übernommen. Hier etwa in einem Spital in einem Spital in Freiburg.

Soldaten haben während der Coronakrise an mehreren Orten Aufgaben übernommen. Hier etwa in einem Spital in einem Spital in Freiburg.

Keystone

(mg) Lob gab es im Ständerat für den Assistenzdienst der Armee im Kampf gegen das Coronavirus. Das grösste Truppenaufgebot seit dem zweiten Weltkrieg sei sehr gut abgelaufen. Als Dank für den Einsatz erhalten die Dienstleistenden ihren vollen Lohn und ihnen werden bis zu zwei Wiederholungskurse angerechnet. «Der Einsatz hat aufgezeigt, wie wichtig es ist, eine Armee zu haben», sagte Thomas Minder (parteilos/SH) namens der Sicherheitspolitischen Kommission des Ständerats.

Die Armeeangehörigen haben insbesondere den Spitälern bei der Grundpflege geholfen. Zudem haben sie Transporte von infektiösen Patienten übernommen, oder Polizei und Grenzwachtkorps unterstützt. Insgesamt sind 5000 Männer und Frauen eingerückt. Es gab auch immer wieder Kritik am Einsatz. So seien zu viele Soldaten für zu wenig Aufgaben aufgeboten worden. Mitte April hat die Armee damit begonnen, die Anzahl Soldaten im Coronadienst zu reduzieren. 

 «Gott sei dank waren nicht immer alle Armeeangehörigen voll ausgelastet», sagte die zuständige Bundesrätin Viola Amherd. Das sei ein gutes Zeichen. Es bedeute, dass die Krise die Schweiz nicht so hart getroffen habe, wie man das befürchtet hatte. «Aktuell kommen keine neue Gesuch für Unterstützung rein», sagte Amherd. Darum könne man den Personalbestand sukzessive zurückfahren.