Schweizer wollen weniger einkaufen – Umweltfrage gewinnt laut Umfrage wieder an Bedeutung

Die Coronapandemie hat die Schweizerinnen und Schweizer verändert. Zumindest was deren Konsumverhalten betrifft. Zu diesem Schluss kommt das Marktforschungsinstitut GfK in seiner jüngsten Coronaumfrage.

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Nach der Coronakrise wollen Herr und Frau Schweizer weniger einkaufen – und wenn, dann lokal oder bei einem kleinen Geschäft. (Symbolbild)

Nach der Coronakrise wollen Herr und Frau Schweizer weniger einkaufen – und wenn, dann lokal oder bei einem kleinen Geschäft. (Symbolbild)

Christian Beutler

(sat) So wollen laut GfK 55 Prozent der Schweizer ein Monat nach dem Ende des Lockdowns weniger einkaufen und mehr sparen, schreibt GfK am Montag in einer Mitteilung. Ende April lag dieser Wert noch bei 47 Prozent. Besonders hervor sticht laut der aktuellsten Umfrage, dass Frauen mit 64 Prozent respektive knapp zwei Dritteln weniger einkaufen wollen.

Zeitgleich habe die Coronakrise bei vielen Konsumenten «das Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit geweckt», schreibt GfK. So planten 55 Prozent der Schweizer, mehr bei kleinen Geschäften und von lokalen Produzenten einzukaufen. Denn drei Viertel befürchteten umgekehrt, viele kleinere Unternehmen und Geschäfte in der Schweiz müssten als Folge der Coronakrise schliessen.

Umweltschutz kehrt zurück – vorab bei Jungen

Politisch interessant ist, dass laut GfK im ersten Monat nach dem Lockdown Umweltthemen respektive der Klimawandel wieder als Thema zurück sind. Konkret sorgten sich vor allem die 16- bis 29-Jährigen wieder stärker um den Klimawandel. Die Sorge sei inzwischen sogar «stärker ausgeprägt» als im letzten Jahr.

Generell ist festzuhalten, dass sich Herr und Frau Schweizer im vierten Monat der Pandemie immer weniger vor dem Coronavirus fürchten. Nur für knapp einen Drittel respektive 31 Prozent zählen die Infektionswelle noch zu den grössten Sorgen. Und auch nur ein Drittel befürchtet eine Ansteckung mit dem Coronavirus, so GfK.