Rhätische Bahn nimmt erste elektrische Rangierlokomotive in Betrieb

Am Montag nahm die Rhätische Bahn (RhB) in Chur die erste von sieben elektrischen Rangierlokomotiven vom Hersteller Stadler Rail in Empfang. Sie sollen künftig die Nachhaltigkeit der Bahn stärken.

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In diesem Jahr sollen alle neuen Lokomotiven des Typs Geaf 2/2 in Betrieb genommen werden.

In diesem Jahr sollen alle neuen Lokomotiven des Typs Geaf 2/2 in Betrieb genommen werden.

Rhätische Bahn

(agl) «Die neuen Fahrzeuge sind den alten Rangierlokomotiven betreffend Wirtschaftlichkeit, Umweltbelastung, Störungsanfälligkeit sowie Lärm- und Abgasemissionen überlegen», schreibt die RhB am Montag in einer Mitteilung. Die Modernisierung des Rollmaterials und die Förderung der Nachhaltigkeit seien wichtige Pfeiler in der Strategie 2030 des Bahnunternehmens. Die elektrischen Rangierlokomotiven würden primär unter Fahrleitung verkehren, könnten aber über eine Traktionsbatterie auch auf nicht-elektrifizierten Gleisen gefahren werden.

Die Rhätische Bahn hat bei Stadler sieben Rangierlokomotiven des Typs Geaf 2/2 bestellt, für insgesamt 21,5 Millionen Franken. Die weiteren Lokomotiven würden im Verlauf des Jahres an verschiedenen Bahnhöfen in Betrieb genommen, schreibt die RhB. Im Gegenzug könnten elf alte Rangierfahrzeuge ausgemustert werden, die zunehmend störanfällig geworden seien. Die Beschaffung führte die RhB zusammen mit der Matterhorn Gotthard Bahn durch, die sich ebenfalls zwei Lokomotiven desselben Typs angeschafft hat.