CYBERMOBBING

Prix Courage geht an Eltern des Cybermobbing-Opfers Céline

Nadya und Candid Pfister aus Spreitenbach erhalten den diesjährigen Prix Courage für ihr Engagement gegen Cybermobbing. Sie haben ihr Kind vor drei Jahren nach einer Mobbing-Kampagne verloren.

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Candid und Nadya Pfister haben ihre Tochter wegen Cybermobbing verloren und kämpfen seither gegen das Phänomen.

Candid und Nadya Pfister haben ihre Tochter wegen Cybermobbing verloren und kämpfen seither gegen das Phänomen.

zvg

(wap) Seit dem Tod ihrer Tochter kämpfen Nadya und Candid Pfister mit dem Hashtag #célinesvoice auf Instagram und Facebook gegen Cybermobbing. Ihre Tochter Céline hatte 2017 Suizid begangen, dies nach tagelangem Mobbing auf Snapchat. Die Täter mussten deswegen nur einige Tage gemeinnützige Arbeit leisten. Das Ehepaar Pfister kämpft deswegen dafür, dass digitales Mobbing strafrechtlich verfolgt wird.

Dieses Engagement wird nun mit dem Prix Courage geehrt. Der Preis ist mit 15'000 Franken dotiert. Die Laudatio hielt die ehemalige Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli. «Sie haben das Schlimmste erlebt, was Eltern passieren kann. Und doch haben sie die Energie und die Zivilcourage gefunden, sich auf politischer Ebene dafür einzusetzen, dass sich kein Kind mehr wegen Cybermobbing umbringt», sagte Hochuli.

Der mit 10'000 Franken dotierte Beobachter Prix Courage Lifetime Award für besondere Dienste an der Gesellschaft ging an «Die Dargebotene Hand».