Auch in den Bergen wird nun digital telefoniert: 300 SAC-Hütten und Alpbetriebe umgerüstet

Die Umrüstung von über 300 Berghütten und Alpbetrieben ist nach drei Jahren Arbeit abgeschlossen. Damit hält die Internettelefonie nun auch im Hochgebirge Einzug.

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Die Swisscom hat alle Berghütten der Schweiz auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Im Symbolbild: Die neue Monte Rosa Hütte.

Die Swisscom hat alle Berghütten der Schweiz auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Im Symbolbild: Die neue Monte Rosa Hütte.

Keystone

(wap) Die Umstellung auf digitale Telefonie – sogenanntes Voice over IP (VOIP) – stellte für viele abgelegene Alpen und Berghütten eine Herausforderung dar. Im Gegensatz zur herkömmlichen Technik mit einer Telefonleitung braucht es für digitale Anschlüsse eine konstante Stromversorgung. Diese stand jedoch nicht überall zu Verfügung. Unter der Federführung der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) seien nun über 300 Alpbetriebe und Berghütten mit netzunabhängigen Stromquellen ausgerüstet worden, meldeten die Swisscom und die SAB am Montag.

Die SAB – der Kantone, Gemeinden und Wirtschaftsverbände des Alpenraums angehören – hatte das Projekt zusammen mit dem Schweizerischen Alpen-Club (SAC), dem schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verband und dem Verband Schweizer Hütten koordiniert. Die Swisscom habe die Umrüstung mit einem einmaligen finanziellen Beitrag und projektrelevanter Unterstützung beim Aufbau der Infrastrukturen unterstützt, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Swisscom hatte bereits 2018 damit begonnen, landesweit von der 140-jährigen teilnehmervermittelnden Telefonie auf die internetbasierte digitale IP-Telefonie umzurüsten.