Naturschutz
Schweizer Nationalpark schafft es auf die «Grüne Liste» der am besten geschützten Gebiete

Die Weltnaturschutzorganisation (IUCN) hat den Schweizerischen Nationalpark auf seine «Grüne Liste» aufgenommen. Darauf kommen nur Gebiete mit ausgezeichnetem Management und erfolgreichem Naturschutz.

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Der Nationalpark ist neu eines von 59 Schutzgebieten auf der« Grünen Liste». (Symbolbild)

Der Nationalpark ist neu eines von 59 Schutzgebieten auf der« Grünen Liste». (Symbolbild)

Keystone

(agl) Der Nationalpark stellte sich Ende 2019 dem Evaluationsprozess der IUCN, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Nach der Beurteilung mit Audits und einer Exkursion sei das Komitee zum Schluss gekommen, dass der Nationalpark die Kriterien erfüllt und habe ihn als erstes Schweizer Schutzgebiet auf die Liste gesetzt.

«Die auf die Grüne Liste der IUCN aufgenommenen Standorte haben sich durch vorbildliches Management, eine umsichtige Führung und eine erfolgreiche und langfristig gesicherte Erhaltung ausgezeichnet», wird IUCN-Generaldirektor Bruno Oberle in der Mitteilung zitiert. Heidi Hanselmann, Präsidentin der Eidgenössischen Nationalparkkommission, zeigt sich über das neue Label erfreut: «Die Aufnahme auf die ‹Grüne Liste› ist eine Anerkennung der Leistungen des SNP im Naturschutz in den vergangenen 107 Jahren.»

Laut Parkdirektor Ruedi Haller sei die Organisation auch von der Unterstützung der Gemeinden beeindruckt gewesen. 14 von 17 haben im Laufe von 2020 eine finanzielle Unterstützung zugesagt. Diese Solidaritätsbekundung habe bei der Aufnahme auf die «Grüne Liste» eine grosse Rolle gespielt. «Denn darum geht es der IUCN: Um das Miteinander für die Natur.»

Der Schweizerische Nationalpark wurde 1914 im Kanton Graubünden als erster Nationalpark Mitteleuropas gegründet und ist Teil der Unesco Biosfera Engiadina Val Müstair.