Menschen schauen während der Krise mehr Fernsehen

Besonders am Abend setzen sich derzeit immer mehr Menschen vor den Fernseher. Auch die durchschnittlich vor dem Fernseher verbrachte Zeit nahm zu.

Drucken
Teilen
Der Fernsehkonsum nimmt in Zeiten von Corona zu.

Der Fernsehkonsum nimmt in Zeiten von Corona zu.

Benjamin Manser

(gb.) TV-Sender aus dem In- und Ausland können sich aktuell über eine erhöhte Reichweite freuen. Das teilte am Mittwoch die Stiftung Mediapulse mit, welche die Fernseh- und Radionutzung für den Bund erhebt. Seit der Einführung der restriktiven Massnahmen des Bundes vor mehr als drei Wochen sei das tägliche Schweizer Fernsehpublikum um rund 363'000 Zuschauerinnen und Zuschauer gewachsen.

Gemäss Mediapulse erreichten die Sender in der Woche nach dem 16. März pro Tag 75 Prozent der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren. Davor waren es 69 Prozent. Auch die durchschnittliche Verweildauer vor dem Fernseher hat zugenommen: Von 214 auf 240 Minuten pro Tag; also vier Stunden. 

Rekordhohe Verweildauer

Bezogen auf die erwachsene Gesamtbevölkerung ergibt dies eine durchschnittliche Fernsehdauer von 179 Minuten pro Tag – gegenüber Anfang März ein Anstieg von 31 Minuten. Laut Mediapulse ist dieser Wert ausserordentlich. In den vergangenen sechs Jahren sei er nur zweimal überboten wurde, und zwar in der Neujahrswoche und in der Weihnachtswoche 2015.

Zugenommen hat der TV-Konsum vor allem in der sogenannten «Prime Time» zwischen 19 und 23 Uhr. Eine höhere Einschaltquote erfahren dabei insbesondere Nachrichtensendungen.