Langeweile wegen Corona-Virus: Verkäufe von Erotik-Händler verdoppelt

Amorana verkauft seit dem Ausbruch des Corona-Virus in der Schweiz deutlich mehr Sex-Spielzeuge und Kondome als letztes Jahr zur selben Zeit. Doch es gibt auch Artikel, die derzeit weniger gefragt sind.

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Alan Frei ist Mitbegründer und Co-Geschäftsführer des Schweizer Sex-Toy Online-Händlers amorana.ch.

Alan Frei ist Mitbegründer und Co-Geschäftsführer des Schweizer Sex-Toy Online-Händlers amorana.ch.



Archivbild: Alex Spichale

(agl) Irgendwann habe man alle Netflix-Serien gesehen und wieder mehr Zeit für sich selbst oder seinen Partner, sagt Alan Frei. Und der Co-Geschäftsführer und Mitgründer des Erotik-Onlineshop Amorana erklärt im Gespräch mit CH Media, dass sich dies auch in den Umsätzen seines Unternehmens widerspiegle. Konkret hätten diese im Vergleich zum letzten Jahr um 53 Prozent zugelegt.

So haben sich laut Alan Frei beispielsweise die Verkäufe von Vibratoren – aber auch jene von Kondomen – seit Ausbruch des Corona-Virus in der Schweiz verdoppelt. Ebenfalls stark zugenommen hätten die Verkäufe von sogenannten «Toybags» zur Aufbewahrung von Sexspielzeugen. «Das zeigt, dass die Leute zurzeit sehr um Hygiene bedacht sind», sagt Alan Frei. So seien bei Amorana derzeit etwa auch Desinfektionsseifen ausverkauft. Desinfizierende Gleitmittel seien nur noch wenige am Lager.

Was derzeit weniger gefragt ist

Doch nicht alle Bereiche bei Amorana – dem vor bald sechs Jahren gegründeten und inzwischen grössten Schweizer Sex-Toy-Händler mit Hauptsitz im Zürcherischen Glattbrugg – legen zu: Fruchtbarkeits-Armbänder für Frauen etwa, die schwanger werden wollen, verkauft Amorana zurzeit viel weniger.

«Wir glauben, dass die Leute mit der Familienplanung im Moment zuwarten», kommentiert Alan Frei. Er glaubt aber, dass die Online-Verkäufe insgesamt durchaus noch weiter steigen dürften. Die Lager von Amorana jedenfalls seien noch vom Valentinstag her gut gefüllt.