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«Kluge Investitionen» gegen Verkehrsplage: Baden erhält den Wakkerpreis 2020

Der Heimatschutz verleiht seinen diesjährigen Preis für vorbildhaften Ortsbildschutz der Stadt Baden. Trotz wenig Einfluss auf übergeordnete Verkehrsplanungen kämpfe sie beharrlich für mehr Lebensqualität.

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(sat) Der Schweizer Heimatschutz zeichnet die Stadt Baden mit dem Wakkerpreis 2020 aus. «Die verkehrsgeplagte Kleinstadt» im Kanton Aargau hat laut Medienmitteilung vom Dienstag mit klugen Investitionen in öffentliche Freiräume «Lebensqualität zurückgewonnen», begründet der Heimatschutz seine diesjährige Wahl.

Über viele Jahre habe Baden konstant und beharrlich in die Aufwertung seiner Plätze und Strassenräume investiert. Dabei könne die Stadt die nationale und kantonale Verkehrsplanung zwar nur sehr beschränkt beeinflussen. «Sie hat ob der Verkehrsbelastung jedoch nicht resigniert, sondern ein eigenes, starkes Bewusstsein für den Wert ihrer öffentlichen Freiräume entwickelt», lässt sich Stefan Kunz, Geschäftsführer des Schweizer Heimatschutzes, in der Mitteilung zitieren.

Ortsbild mit Auszeichnung: Die Stadt Baden erhält den Wakkerpreis 2020 des Schweizer Heimatschutzes verliehen.

Ortsbild mit Auszeichnung: Die Stadt Baden erhält den Wakkerpreis 2020 des Schweizer Heimatschutzes verliehen.

Bild: Gaetan Bally/Schweizer Heimatschutz

Namentlich die Altstadt zwischen Schlossbergplatz und Schulhausplatz habe sich «zum lebendigen Arbeits-, Einkaufs- und Wohnort gewandelt», führt Kunz aus. Das sei das Resultat einer «vorausschauenden Politik, einer kontinuierlichen Planung und dem Willen der Stimmberechtigten, Geld zu sprechen» für eine attraktive Innenstadt. Mit dem 2003 eröffneten Trafoplatz und dem geplanten Brown-Boveri-Platz mache die Stadt zudem deutlich, dass eine qualitätsvolle Verdichtung nur gelingen könne, wenn die Bevölkerung im Gegenzug hochwertige Freiräume erhält.

Seit 1972 wird der Preis für einen beispielhaften Ortsbildschutz damit bereits zum fünften Mal in den Aargau vergeben, zuletzt war dies 2016 der Fall mit der Auszeichnung der Stadt Rheinfelden. Letztes Jahr erhielt die Stadt Langenthal im bernischen Oberaargau den Wakkerpreis.

In einer ersten Stellungnahme zeigt sich Badens Stadtammann Markus Schneider (CVP) «ausserordentlich erfreut» über die Auszeichnung und bedankte sich laut Mitteilung für die Würdigung und Ehre und die damit verbundene Anerkennung für die Anstrengungen zur Aufwertung der öffentlichen Räume in Baden. Zugleich sei die Verleihung aber auch eine Verpflichtung, die Pflege und Erweiterung öffentlicher Räume in der Stadt fortzusetzen.