Keine Spur von Canyoning-Opfer – Polizei will mit spanischem Bergungsteam zusammenarbeiten

Die Kantonspolizei St. Gallen hat sich am Montag bereit erklärt, mit einem Bergungsteam aus Spanien zusammenzuarbeiten, um die Leiche eines vor bald einem Monat im Parlitobel verschollenen Canyonisten zu suchen.

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Das Canyoning-Unglück ereignete sich am 12. August im Parlitobel oberhalb von Vättis. Ein Opfer wird noch immer vermisst.

Das Canyoning-Unglück ereignete sich am 12. August im Parlitobel oberhalb von Vättis. Ein Opfer wird noch immer vermisst.

Keystone

(wap) Die Kantonspolizei befinde sich in stetem Kontakt mit der spanischen Botschaft und den Angehörigen, teilte die Kantonspolizei St. Gallen am Montag mit. Am 12. August waren bei einem Canyoning-Unglück im Parlitobel oberhalb von Vättis vermutlich vier Personen ums Leben kamen. Drei Opfer konnten seit dem Unglück bereits geborgen werden. Von einem vierten Mitglied des spanischen Canyoning-Teams fehlt nach wie vor jede Spur. Die Suche gestalte sich in dem alpinen Gelände sehr schwierig, schreibt die Kantonspolizei St. Gallen.

Sie erklärt sich nun aber bereit, einem von den Angehörigen des Verschollenen geäusserten Wunsch zu entsprechen, und ein Bergungsteam aus Spanien in ihre Suche einzubinden. Dies jedoch nur, sofern «die Wettersituation und die Sicherheit der Einsatzkräfte» dies zuliessen, schreibt die St. Galler Kantonspolizei am Montag. Von privaten Suchaktionen rät die Polizei dagegen ab. Mit dem Einbruch des Winters werde man die Suchaktionen voraussichtlich ohnehin unterbrechen müssen. Bis dahin würden die Bemühungen aber fortgesetzt.