Kein Ende in Sicht für Pollenallergiker: Jetzt blühen auch noch die Gräser

Pollenallergiker mussten wegen des schönen Wetters in letzter Zeit besonders leiden. Nun blühen auch noch die Gräser. Fast zwei Drittel der Menschen mit Heuschnupfen reagieren allergisch auf sie.

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Die Gräser blühen in diesem Jahr fast eine Woche früher als im Schnitt.

Die Gräser blühen in diesem Jahr fast eine Woche früher als im Schnitt.

Keystone

Die lange Schönwetterperiode und die vielen herumfliegenden Pollen belasteten in den letzten Wochen Allergiker. Zu allem Übel blühen jetzt auch die Gräser. Deren Pollen lösen bei über einer Million Schweizerinnen und Schweizern allergische Symptome aus, schreibt das «aha! Allergiezentrum Schweiz» in einer Mitteilung. Damit sei die Allergie auf Gräserpollen die häufigste Allergie in der Schweiz.

Im Unterschied zum letzten Jahr blühen die Gräser fast eine Woche früher als im Schnitt. «Ist es jetzt sonnig und warm, sind überall im Flachland zunehmende Konzentrationen von Gräserpollen in der Luft, dies besonders in der Nähe der aufblühenden Wiesen», sagt Regula Gehrig, Biometeorologin von «MeteoSchweiz».

Kurzes Stosslüften und Sonnenbrille helfen

Gemäss dem Allergiezentrum würden Luftschadstoffe die Pollen aggressiver machen. Laborstudien hätten aufgezeigt, dass sich Pollen durch Stickoxide und Ozon verändern und dadurch allergener werden.« Die Luftschadstoffe reizen die Atemwege zusätzlich, was die Symptome nochmals verstärkt», so die Allergieexpertin Sereina de Zordo.

aha! empfiehlt den Allergikern nur kurzes Stosslüften und sich vor dem Schlafengehen die Haare zu waschen. Ausserdem solle man die Wäsche nicht im Freien trocknen lassen bei schönem, windigem Wetter und immer eine Sonnenbrille tragen.