Schweizer Forscher entdecken in Madagaskar neue Froschart: Kaum bekannt, schon vom Aussterben bedroht

Ein Team, an dem auch Wissenschafter des Zoos Zürich beteiligt sind, meldet eine neue, gefährdete Tierart. Das Fröschchen Stumpffia froschaueri lebt in Madagaskar in einem Wald der zusehends abgeholzt wird.

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Dieser von Schweizer Forschern neu entdeckte kleine Frosch in Madagaskar ist bereits vom Aussterben bedroht.

Dieser von Schweizer Forschern neu entdeckte kleine Frosch in Madagaskar ist bereits vom Aussterben bedroht.

Zoo Zürich

(wap) Benannt haben die Forscher den Frosch nach Christoph Froschauer, einem Zürcher Druckpionier, der im 16. Jahrhundert die Vorgängerfirma von Orell Füssli gegründet hatte. Der Verlag hat die Amphibienforschung in Madagaskar mit 10'000 Franken unterstützt. Im riesigen Inselstaat vor der afrikanischen Südostküste gibt es noch viele unentdeckte Tierarten. Viele von ihnen sind bedroht.

Das gilt auch für «Stumpffia froschaueri». Der Frosch komme nur in drei Waldstücken der Region Sahamalaza vor, schreibt der Zoo Zürich in einer Medienmitteilung vom Freitag. Diese seien durch Abholzung, Brände und Dürre gefährdet. Die Forscher hätten darum vorgeschlagen, die neue Amphibienart gleich in die Roten Liste der Welt-Naturschutzunion IUCN aufzunehmen.