Internationale Polizeiaktion wegen illegalem Streaming-Angebot: drei Schweizer verdächtigt

Drei Schweizer werden verdächtigt, eine Multimedia-Box verkauft zu haben, die den Zugang zu urheberrechtlich geschützten Filmen und Serien ermöglicht.

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Am Dienstag wurden die «KBox»-Server in fünf Ländern beschlagnahmt.

Am Dienstag wurden die «KBox»-Server in fünf Ländern beschlagnahmt.

Kapo VD

(agl) Die Verkäufer der sogenannten «KBox» sollen laut einer Mitteilung der Waadtländer Kantonspolizei rund 2 Millionen Franken Umsatz generiert haben. Dies mit Inhalten, für welche sie die Rechte nicht besassen. Eine koordinierte Operation zwischen der Schweiz, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Monaco führte laut der Mitteilung zu drei Schweizern im Alter von 45, 38 und 35 Jahren. Sie sollen unter anderem eine aktive Rolle bei der Bereitstellung der Inhalte sowie bei der Verwaltung der Server gespielt haben, auf denen die geschützten Filme und Serien gehostet werden.

Am 10. November wurden laut der Kantonspolizei die Server gleichzeitig in allen untersuchten Ländern beschlagnahmt. Im Kanton Waadt hätten zudem mehrere Durchsuchungen und Anhörungen stattgefunden. Wie es in der Mitteilung weiter heisst, haben unter anderem die Schweizer Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik (SUISA), sowie internationale Produktions- und Filmvertriebsunternehmen wie Universal City Studios, Warner Brothers Entertainment und Studiocanal Anzeigen gegen mehrere Personen eingereicht.