Hitze
Nur 2003 war heisser: Sommer 2022 geht als der zweitwärmste in die Geschichte ein

Der Sommer 2022 geht als der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen in die Geschichte ein. An vielen Messstationen war es auch der sonnigste Sommer überhaupt.

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Zur Hitze kam die Trockenheit: Der Lac de Brenets im Kanton Neuenburg trocknete vollständig aus.

Zur Hitze kam die Trockenheit: Der Lac de Brenets im Kanton Neuenburg trocknete vollständig aus.

Keystone

Vielerorts endet der meteorologische Sommer am 31. August mit Regen und kühlen Temperaturen. Das gab es in den drei Monaten davor nicht oft: Wie der Wetterdienst Meteonews am Mittwoch mitteilte, lag die Abweichung vom langjährigen Mittel bei 2,3 Grad. Die Schweiz hat damit den zweitwärmsten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen hinter sich. Wärmer war es nur im Sommer 2003, als die Temperaturen drei Grad über der Norm lagen.

Verantwortlich für den Hitzesommer waren gleich drei lange Hitzewellen. Die Erste rollte schon im Juni und damit aussergewöhnlich früh an an. Der Juni war denn auch der zweitwärmste seit Messbeginn. Den Höhepunkt erreichte die Hitze mit der zweiten Welle am 19. Juli, dem heissesten Tag des Jahres. Anfang August folgte dann die dritte Welle, die das Thermometer in Genf auf 38,8 Grad steigen liess.

Zur Hitze kam die ausgeprägte Trockenheit. «Länger anhaltende und flächige Niederschläge gab es selten bis nie», bilanziert Meteoschweiz. Über die ganze Schweiz gesehen gab es deshalb 28 Prozent weniger Regen als normal, in manchen Gegenden war es weniger als die Hälfte, im Südtessin lokal nur ein Viertel. (wap)