Graubünden erlässt ein Feuerverbot 
– wegen des Coronavirus

Im Wald eine Wurst bräteln darf man in Graubünden nicht mehr. Die Regierung fürchtet, dass man bei einem Waldbrand nicht über genügend Ressourcen verfüge.

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Bräteln im Wald darf man im Bündnerland vorläufig nicht

Bräteln im Wald darf man im Bündnerland vorläufig nicht

Pius Amrein

(mg)  Im Kanton Graubünden gilt ab Mittwoch ein Feuerverbot. Der Grund ist das Coronavirus. In der jetzigen Lage sei nicht davon auszugehen, dass man bei einem Waldbrand über genügend Helikopterpiloten und Einsatzkräfte von der Armee sowie Zivilschutz verfügen könne, schreibt der Bündner Regierungsrat in einer Mitteilung vom Dienstag.

«Aufgrund der Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus werden die unterstützenden Organisationen Polizei, Zivilschutz, Feuerwehr und Militär in den nächsten Tagen und Wochen an ihre Kapazitätsgrenzen stossen», heisst es in der Mitteilung. Nach Beurteilung der Feuerwehr müsse deshalb das Risiko minimiert werden: «Dies kann nur mit einem ausserordentlichen, prophylaktischen Feuerverbot über das ganze Kantonsgebiet erreicht werden.»

Ausgenommen vom Feuerverbot ist der Siedlungsraum, sofern ein Waldabstand von 50 Metern eingehalten werden könne. Unter das Feuerverbot fallen auch alle bewilligten Feuerstellen. Das Verbot gilt bis auf Widerruf.