Fertig spontan: Besuche in SAC-Hütten müssen künftig früher storniert werden

Bislang konnte man in SAC-Hütten bis am Vorabend der Anreise kostenfrei stornieren. Damit ist nun Schluss, das haben die SAC-Mitglieder an ihrer Generalversammlung entschieden.

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Eine Gruppe Bergwanderer auf dem Weg zur Muttseehütte.

Eine Gruppe Bergwanderer auf dem Weg zur Muttseehütte.

Bild: Alessandro Della Bella / Keystone

(mg) Ist das Wanderwetter doch nicht so gut wie erhofft, so konnte man bisher auch noch am Vorabend den gebuchten Platz in der SAC-Hütte kostenfrei stornieren. «Dies führte vermehrt dazu, dass viele Gäste in letzter Minute absagten oder immer häufiger mehrere Hütten reservierten und je nach Wetter kurzfristig entschieden, wohin sie gehen», schreibt der Schweizer Alpen-Club (SAC) in einer Mitteilung vom Sonntag. Damit ist nun Schluss. Wie die SAC-Mitglieder an ihrer Generalversammlung vom Samstag entschieden haben, wird die Frist für die kostenlose Stornierung auf zwei Tage vor Anreise festgelegt.

So soll den Hüttenwarten Frust erspart werden, die wegen vielen Annullationen oftmals auf den eingekauften Esswaren sitzen geblieben sind. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen für SAC-Hütten aus dem Jahr 2012 wurden deshalb überarbeitet. Ebenfalls neu ist, «dass eine so genannte No-Show-Gebühr erhoben werden kann», wie der SAC schreibt. Werde die Hütten-Übernachtung über das Online-Reservationssystem reserviert und eine Kreditkarte hinterlegt, so könne bei Nichterscheinen der Gäste die Gebühr direkt der Karte belastet werden.

Die neuen Regeln gelten ab dem 1. November. Auch bei sich selber passten die SAC-Mitglieder das Regelwerk an. Künftig steigt der Mitgliederbeitrag für Einzelmitglieder um 10 Franken, für Jugendmitglieder um 5 Franken und derjenige für Familien um 14 Franken.