Die Suva meldet deutlich mehr
Skiunfälle als noch im Vorjahr 

480'000 Schweizerinnen und Schweizer haben 2019 bei der Suva einen Unfall gemeldet. Die meisten Unfälle passieren in der Freizeit – und dort am häufigsten beim Fussballspielen. 

Hören
Drucken
Teilen
Eine deutliche Zunahme stellte die Suva bei den Skiunfällen fest.

Eine deutliche Zunahme stellte die Suva bei den Skiunfällen fest. 

Bild: Keystone

(mg) Knapp eine halbe Million Unfälle wurden im letzten Jahr der Suva gemeldet. Die 480'000 gemeldeten Vorfälle entsprechen einer kleinen Zunahme von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Davon passieren weniger als die Hälfte während der Arbeit: 60 Prozent aller gemeldeten Vorfälle ereigneten sich in der Freizeit. 

Auffallend sei die starke Zunahme der Skiunfälle, schreibt die Suva in ihrer am Mittwoch publizierten Unfallstatistik. Mit Abstand am meisten Menschen sind im vergangenen Februar auf der Piste verunfallt. Mit 5100 betroffenen Personen gab es dabei über 1000 Vorfälle mehr als noch im selben Monat des Vorjahres. 

«Wir hatten einen sehr guten und sonnigen Winter mit viel Schnee, der lange liegen blieb. Das hat einen direkten Einfluss auf die Unfallzahlen», sagt Peter Andermatt, Statistiker bei der Suva, laut Mitteilung. Immer noch Spitzenreiter bei den Freizeitunfällen ist aber der Fussball. Über 27'000 Personen zogen sich dabei Blessuren zu. Dahinter folgen Wandern und Spazieren (23'000 Unfälle) sowie Velofahren und Biken (18'000 Unfälle).

Unfälle bei Senioren nehmen zu

Während die Unfallzahlen bei den meisten Altersgruppen mehr oder weniger stabil waren, konnte die Suva bei den Freizeitunfällen der über 60-Jährigen einen Anstieg von 4 Prozent feststellen. «Seniorinnen und Senioren sind aktiver und unternehmenslustiger als früher und treiben auch mehr Sport in ihrer Freizeit», sagt Andermatt. Immer noch am häufigsten melden aber weiterhin 20 bis 29-Jährige einen Freizeitunfall bei der Suva an. 

Mehr zum Thema