Bischofskonferenz sagt alle Gottesdienste ab – Taufen und Hochzeiten werden verschoben

Die Schweizerische Bischofskonferenz (SBK) passt aufgrund der verschärften bundesrätlichen Massnahmen gegen das Corona-Virus ihre Empfehlungen an die katholischen Kirchgemeinden an.

Drucken
Teilen
Der Basler Bischof Felix Gmür, Präsident der Schweizerischen Bischofskonferenz. (Archivbild)

Der Basler Bischof Felix Gmür, Präsident der Schweizerischen Bischofskonferenz. (Archivbild)

Corinne Glanzmann

(sat) Wie die SBK am Dienstag mitteilt, werden ab sofort alle Gottesdienste, religiösen Versammlungen und alle Veranstaltungen von Pfarreien abgesagt. Einzig Begräbnisfeiern könnten unter strengen Auflagen weiterhin stattfinden. Offen blieben alle Kirchen jedoch für das persönliche Gebet. Allerdings seien die Weihwasserbecken – wo nicht bereits geschehen – zu leeren. Die Eucharistiefeier darf laut Bischofskonferenz von den Priestern nur noch privat gefeiert werden.

Anders alle Taufen, Erstkommunionfeiern, Firmungen und Hochzeiten: Diese werden verschoben. Besuche von Kirchenvertretern in Alters- und Pflegeheimen sowie die Spezialseelsorge seien mit den betroffenen Institutionen abzusprechen. Diese Empfehlungen – auch jene, die Regeln des sogenannten Social disancing zu befolgen – gälten «bis auf Weiteres».

Die in der Bischofskonferenz vertretenen Bistümer Basel, Chur, St.Gallen, Lausanne-Genf-Freiburg, Sitten und Lugano rufen zudem in ihrer Mitteilung vom Dienstag dazu auf, «für alle am Corona-Virus Erkrankten sowie für das medizinische Fachpersonal zu beten». Zudem appelliert die SBK unter der Leitung von Bischof Felix Gmür, Bischof von Basel, an die Bevölkerung, nicht in Panik zu verfallen, sondern Ruhe zu bewahren «und das Vertrauen in unseren Herrn zu wahren».