Auch in Coronakrise bleibt Altersvorsorge die grösste Sorge der Jugendlichen

Die Mehrheit der Schweizer Jugendlichen stellt dem Bundesrat für seine Massnahmen in der Coronakrise ein gutes Zeugnis aus. Die grösste Sorge der 16- bis 25-Jährigen bleibt auch in diesem Jahr die Altersvorsorge.

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Der Anteil Schweizer Jugendlicher, die an politischen Demonstrationen teilnehmen, hat sich seit 2018 verdoppelt. (Symbolbild)

Der Anteil Schweizer Jugendlicher, die an politischen Demonstrationen teilnehmen, hat sich seit 2018 verdoppelt. (Symbolbild)

Keystone

(agl) Die Coronapandemie landet auf der Sorgenliste der jungen Generation auf dem zweiten Platz, gefolgt von Umwelt- und Klimaschutz. Dies zeigt das neue Jugendbarometer, welches das Forschungsinstitut GFS Bern im Auftrag der Credit Suisse erstellt hat. «Obwohl noch Jahrzehnte von der Pension entfernt, sehen Junge in der Schweiz die Zukunft der Altersvorsorge als das grösste Problem des Landes an», schreibt die Grossbank in einer Mitteilung vom Montag.

Die aktuelle Krisensituation habe den Reformdruck noch verstärkt. Zudem hat die Coronakrise gemäss der Studie die private und finanzielle Situation von jedem fünften Schweizer Jugendlichen verschlechtert. Entsprechend gesunken ist laut der Umfrage auch der Zukunftsoptimismus. In der Schweiz bezeichnet sich – was die eigene Zukunft betrifft – gemäss der Mitteilung noch die Hälfte der Jugendlichen als «eher zuversichtlich». 2018 seien es noch über 60 Prozent gewesen.

Doppelt so viele an politischen Demonstrationen

Trotz der schwindenden Zuversicht zeigt das Jugendbarometer, dass die Schweizer Jugend politisches Engagement zunehmend wichtig findet. Die Befragten wollen sich gemäss der Umfrage zunehmend für Klimaschutz und Gleichstellung einsetzen. Seit 2018 habe sich denn auch der Anteil Jugendlicher verdoppelt, die an politischen Demonstrationen teilnahmen. Ein Parteibeitritt kommt jedoch nach wie vor nur für sehr wenige junge Menschen in Frage.

Das Jugendbarometer wird von der Credit Suisse seit 2010 in Auftrag gegeben. Befragt werden jeweils 1100 16- bis 25-Jährige in der Schweiz, in Brasilien, in den USA und in Singapur. Die Umfrage wurde im Juni und Juli dieses Jahres online durchgeführt.