Archäologen legen mittelalterliches Handwerkerquartier in Chur frei

In der Churer Altstadt waren vor 1000 Jahren Handwerker tätig. Davon zeugt ein mittelalterliches Quartier, das Archäologen ausgegraben haben.

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Das Areal beim Sennhof in der Churer Altstadt.

Das Areal beim Sennhof in der Churer Altstadt.

Archäologischer Dienst Graubünden

(rwa) Seit März untersucht der Archäologische Dienst Graubünden das Areal beim Sennhof in der Churer Altstadt. Bei den Grabungen konnte ein mittelalterliches Handwerkerquartier freigelegt werden. Zahlreiche Funde bezeugen verschiedene Tätigkeiten in diesem Gebiet vor etwa 1000 Jahren. Als herausragendes Einzelobjekt gelte die Entdeckung einer Gussform für Schmuck und religiöse Gegenstände, schreibt die Standeskanzlei Graubünden in einer Mitteilung vom Dienstag.

Grund für die Grabungen ist die geplante Neugestaltung des ehemaligen Gefängnisses auf dem Areal Sennhof. Die Arbeiten sind notwendig, um die im Boden erhaltenen Strukturen und Funde noch vor Baubeginn untersuchen und dokumentieren zu können. Die Areale Karlihof und Sennhof in der Churer Altstadt gehören zu den bedeutenden archäologischen Fundstellen Graubündens.

Eine Gussform für Schmuck und religiöse Gegenstände.

Eine Gussform für Schmuck und religiöse Gegenstände.

Archäologischer Dienst Graubünden