100 Jahre Eringerzucht: Sonderbriefmarke und Start zu Feierlichkeiten im Wallis

Mit einer Briefmarke und zahlreichen Anlässen feiert das Wallis dieses Jahr sein bekanntestes Nutztier. Und den runden Geburtstag des Schweizerischen Zuchtverbands der Eringerkühe.

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Dominik Pfammatter, Präsident des Eringerviehzuchtverbands, Illustratorin Barbara Seiler und der Walliser Staatsrat Christophe Darbellay.

Dominik Pfammatter, Präsident des Eringerviehzuchtverbands, Illustratorin Barbara Seiler und der Walliser Staatsrat Christophe Darbellay.

HO

(sat) Sie zählt zu den ältesten und kleinsten Rinderrassen Europas. Und sie wird meist in einem Atemzug mit dem Wallis genannt: die Ehringerkuh. Nun bereitet sich der Bergkanton zusammen mit den Freunden der Eringerrasse im Ober- und Unterwallis auf den 100. Geburtstag des Schweizerischen Ehringerviehzuchtverbands (SEZV) vor. Zum Start der Feierlichkeiten gibt die Schweizerische Post eine Sonderbriefmarke heraus. Gestaltet hat sie die Oberwalliser Illustratorin Barbara Seiler. Eine übergrosse Kopie davon übergaben Post-Verantwortliche am Donnerstag in Sitten auf einem Bauernhof an Vertreter der Viehzüchter und des Kantons, darunter Staatsrat Christophe Darbellay.

Wie der Walliser Staatsrat mitteilte, umfasst das Festprogramm zu 100 Jahren SEZV ein Buch, eine Ausstellung, einen Züchtertag am 2. Mai sowie das nationale Finale der Ringkuhkämpfe am 9. und 10. Mai. Dieses findet traditionellerweise im Val d’Hérens statt, auf Deutsch Eringertal. Dort soll denn auch die Wiege der Eringerkühe leben. Die ersten Bos taurus, wie die kleinwüchsigen, schwarz gelockten Tiere offiziell heissen, sollen laut verschiedenen Quellen vermutlich von den Römern bereits eingeführt worden sein. 1884 wurde die Rasse offiziell definiert; 1917 der erste Züchterverband gegründet. Und vor 100 Jahren schliesslich ist der Schweizerische Eringerviehzuchtverband gegründet worden.