Champions League
Kanton Bern erteilt Sonderbewilligung: YB darf zum Auswärtsspiel nach Manchester

Dem Schweizer Meister wird trotz der geltenden Bestimmungen die Auswärtsreise zu Manchester United ermöglicht. Voraussetzung dafür ist, dass sich die Berner in einer strikten Blase aufhalten.

Dan Urner
Drucken
Die Berner Young Boys, hier beim 2:1-Sieg im Hinspiel, dürfen quarantänefrei zum Match nach Manchester reisen.

Die Berner Young Boys, hier beim 2:1-Sieg im Hinspiel, dürfen quarantänefrei zum Match nach Manchester reisen.

Keystone

Die Young Boys können die Reise zum Champions-League-Auswärtsspiel bei Manchester United in einer Woche antreten. Dies gaben die Berner am Mittwoch bekannt. Zuletzt war spekuliert worden, dass der Match der Mannschaft von Trainer David Wagner gegen den englischen Rekordmeister an einem neutralem Spielort ausgetragen werden muss.

Grund dafür ist die neuartige Omikron-Variante des Coronavirus. Das Vereinigte Königreich befindet sich seit vergangenem Samstag auf der neu geschaffenen Risikoliste des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Die Berner müssten sich nach ihrer Rückreise aus England demnach also in eine zehntägige Quarantäne begeben.

YB erhält Ausnahmebewilligung

Dass der Schweizer Serienmeister die Reise trotz der geltenden Bestimmungen nun quarantänefrei antreten kann, hängt mit einer Sonderbewilligung seitens des Kantons Bern zusammen. Diese gelte für Auswärtsspiele in der Champions League und der Youth League, erklärte YB. Die Ligaspiele gegen den FC Sion (12. Dezember) und gegen den FC Basel (15. Dezember) sind folglich nicht in Gefahr.

Die Genehmigung ist allerdings an ein strenges Reglement geknüpft. Die gesamte Mannschaft muss sich während der Auswärtsreise «in einer strikt vom Umfeld abgetrennten Blase aufhalten», wie die Young Boys mitteilten. «Dieses Konzept hat sich bereits auf den bisherigen fünf europäischen Reisen an die Auswärtsspiele in dieser Saison bestens bewährt.»

«20 Minuten» hatte am Dienstag noch berichtet, dass den Bernern für die Partie in der Champions League keine Sonderbewilligung gewährt werde. «Die Vorgaben des BAG lassen dies nicht zu», wurde Gundekar Giebel, Sprecher der kantonalen Gesundheitsdirektion Bern, im Artikel zitiert.

Aktuelle Nachrichten