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Goggia dominiert übers gesamte Wochenende in Lake Louise – Schweizerinnen fahren aufs Podest

Die Italienerin gewinnt alle drei Rennen in Lake Louise. Suter und Gut-Behrami fahren aufs Podest. Eine Zusammenfassung des alpinen Ski-Weekends der Frauen.

Leandro De Mori
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Dass der Super-G am Sonntag etwas mehr zu ihren Gunsten verlaufen würde, ahnte Gut-Behrami bereits am Samstag: «Die Super-G-Strecke ist kürzer, das kommt mir auf jeden Fall entgegen», erklärte sie im SRF-Interview nach der Samstags-Abfahrt.

Auf der Strecke bestätigte Gut-Behrami ihre Aussage vom Samstagabend. Sie fuhr abgeklärt, ging das nötige Risiko ein und löste die bis dahin führende Österreicherin Tamara Tippler dank einer starken Fahrt um 39 Hundertstelsekunden von der Spitze ab. «Heute konnte ich mich viel freier Bewegen, das Timing war einfacher. Im letzten Teil habe ich jedoch viel Energie und Kraft verloren. Mit dem Rennen bin ich sehr zufrieden, nun möchte ich mich endlich auskurieren», sagte Gut-Behrami nach dem Rennen.

Kann zufrieden sein: Lara Gut-Behrami.

Kann zufrieden sein: Lara Gut-Behrami.

Jeff Mcintosh / AP

Einzig Sofia Goggia, die an diesem Wochenende alle Konkurrentinnen überragte, fuhr im Super-G schneller als Gut-Behrami. Vor allem im letzten Streckenabschnitt fuhr die Italienerin besser als Gut-Behrami, sodass sie die Zeit der Tessinerin um 11 Hundertstel unterbieten konnte. Das Podest komplettierte die Österreicherin Mirjam Puchner, die 0.44 Sekunden hinter Goggia blieb. «Es war mir wichtig, nach zwei guten Abfahrten auch im Super-G gut abzuschneiden. Das ist mir letzte Saison leider nie geglückt», sagte Goggia nach dem Rennen.

Zweitbeste Schweizerin wurde Joana Hählen, die ihr 100. Weltcup-Rennen bestritt. Sie beendete das Rennen mit einem Rückstand von 1.03 Sekunden als Neunte. Etwas überraschend, wie sie sich auch selbst im Ziel anmerken liess. Mit Corinne Suter (+1.51) auf dem 17. Rang und Jasmine Flury (+1.80) auf dem 22. Rang beendeten ausserdem zwei weitere Schweizerinnen den Super-G in den Punkterängen.

Suter schöpft Hoffnung

Zum Start des Wochenendes haben sich die Frauen in der Abfahrt gemessen. Wie bereits in der Abfahrt am Freitag war auch in der Samstagsabfahrt die Italienerin Sofia Goggia die Athletin, die es zu schlagen galt. 0.84 Sekunden betrug ihr Abstand auf die Amerikanerin Breezy Johnson, 0.98 Sekunden auf Corinne Suter. Am Freitag waren die Abstände gar noch höher: 1.47 und 1.54 Sekunden auf die Ränge Zwei und Drei.

Ein klares Zeichen der 29-jährigen Italienerin, die im letzten Jahr den Abfahrts-Weltcup vor Corinne Suter und Lara Gut-Behrami klar für sich entschied. Auch in diesem Jahr gilt Goggia wieder als Topfavoritin für die kleine Kristallkugel, wie sie an diesem Wochenende eindrücklich zu beweisen wusste.

Die noch angeschlagene Gut-Behrami hatte bei beiden Abfahrten zu kämpfen, wie sie auch in den Interviews nach dem Samstagsrennen erklärte: «Es war sicher eine etwas komplizierte Woche für mich, da ich noch nicht meine volle Energie ausschöpfen konnte. Mein einziges Ziel momentan ist es, wieder voll gesund zu werden. Die Saison ist noch lange.»

Zufrieden mit ihrem Podestplatz: Corinne Suter.

Zufrieden mit ihrem Podestplatz: Corinne Suter.

Jeff Mcintosh / AP

Corinne Suter legte in den beiden Abfahrten einen Steigerungslauf hin. Während sie bei der ersten Abfahrt über zwei Sekunden auf Goggia verlor, betrug der Rückstand am Samstag weniger als eine Sekunde. Dies wusste sie nach dem Rennen auch zu analysieren: «Ich habe mich viel wohler gefühlt als gestern. Obwohl ich zwei, drei kleine Fehler begangen habe weiss ich, dass ich wieder dabei sein kann. Das gibt mir sehr viel Vertrauen.» Wichtiges Vertrauen im Kampf um die kleine Kristallkugel.

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