Schockdiagnose zum Silvesterabend
Kadetten-Captain und Nati-Handballer Küttel nach Krebsdiagnose: «Für mich brach eine Welt zusammen»

Zum Silversterabend des vergangenen Jahres erhält Kadetten-Captain und Nati-Handballer Dimitrij Küttel Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert. Der 27-jährige Aarauer ist auf dem Weg der Besserung.

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Dimitrij Küttel gehörte an der Handball-EM 2020 in Schweden zu den Stammkräften der Nati.

Dimitrij Küttel gehörte an der Handball-EM 2020 in Schweden zu den Stammkräften der Nati.

Keystone

(gav) Anfangs Dezember des vergangenen Jahres wird Dimitrij Küttel wie viele seiner Teamkollegen positiv auf Covid-19 getestet und isoliert sich danach 10 Tage daheim. Nach überstandener Erkrankung geht es dem Kadetten-Captain und Nati-Handballer aber noch nicht gut. Der 27-jährige Aarauer fühlt sich schlapp und ausgelaugt.

«Ich dachte mir nicht allzu viel dabei», so Küttel im Interview mit Kadetten Schaffhausen. Weil sich sein Zustand nicht verbessert, begibt sich der Rückraumspieler in ärztliche Untersuchung. Bei einem Röntgenbild wird zufällig eine vergrösserte Weichteilmasse gefunden. Zum Silvesterabend erhält er die Hiobsbotschaft: Lymphdrüsenkrebs.

«Für mich brach eine Welt zusammen.» Zu schaffen habe ihm auch die Behandlungssituation im Spital gemacht, bei der rund 10 Personen gleichzeitig im Raum sind und Infusionen erhalten haben. «Nach einer zwei- bis vierstündigen Behandlung mit Infusionen fühlte ich mich schlapp, müde und antriebslos.»

Freundin gab ihm Halt

Küttel habe grosse Unterstützung erhalten. Mitspieler, Freunde und die Familie konnten ihm viel Kraft geben. «Die grösste Stütze war aber meine Freundin, die mir täglich beigestanden ist.»

Die Therapie ist mittlerweile seit vier Wochen abgeschlossen und sie sei auch erfolgreich gewesen. Dem Aarauer gehe es «sehr gut». Er erholt sich von der Belastung durch die Chemotherapie und kann bereits wieder einmal pro Woche trainieren. «Mein Ziel ist es, dass ich wieder für Kadetten und wenn möglich auch für die Nati auflaufen kann. Eine Zeitangabe bezüglich meiner Rückkehr kann und will ich aber nicht machen. Ich versuche jetzt erst mal, körperlich wieder fit zu werden und schaue dabei, wie mein Körper reagiert.»