Fussball
WM-Gruppenauslosung: Auf diese Teams könnte die Nati treffen

Die Schweiz könnte an der WM illustren Namen wie Frankreich oder Brasilien zugelost werden – oder Gastgeber Katar.

Dan Urner
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Die begehrte WM-Trophäe.

Die begehrte WM-Trophäe.

Keystone

Am Freitagabend weiss die Schweizer Fussball-Nati, auf welche Gruppengegner sie an der im November anstehenden WM in Katar treffen wird. Oder auch nicht. Denn dass erst 29 der 32 teilnehmenden Nationen feststehen, schlägt sich auch auf die für 18 Uhr angesetzte Gruppenauslosung nieder. So steht noch einer der 13 europäischen Vertreter aus, zwei weitere Teilnehmer müssen über im Sommer anstehende interkontinentale Playoff-Spiele ermittelt werden. Die Fifa ist darob gezwungen, mit drei Platzhaltern zu hantieren, die sich allesamt im vierten Lostopf befinden.

An der Auslosung in Doha werden die aus je vier Teams bestehenden acht WM-Vorrundengruppen ermittelt. Die 32 Teams werden dafür auf vier Lostöpfe mit jeweils acht Teams verteilt. Als Grundlage für die Zusammensetzung der Töpfe dient die Klassierung der qualifizierten Teams in der Fifa-Weltrangliste. Als «Losfeen» fungieren die vormaligen Fussballstars Lothar Matthäus, Cafu, Jay-Jay Okocha, Ali Daei, Rabah Madjer, Bora Milutinovic und Tim Cahill sowie der katarische Lokalmatador Ahmed Malallah.

Die Schweiz im zweiten Topf

Die Schweiz ist als 14. der Weltrangliste dem zweiten Topf zugeordnet. Das bedeutet zwar, dass sie anderen illustren Namen wie Deutschland und den Niederlanden in der Gruppenphase aus dem Weg gehen wird. Andererseits lauern in Topf eins wie üblich schwere Brocken; nebst dem amtierenden Titelträger Frankreich könnte es die Nati etwa mit Spanien, England oder Brasilien zu tun bekommen. Oder aber auch, und das dürfte wohl als das dank- und machbarste Los klassifiziert werden, mit Katar, das erstmals an einer WM-Endrunde mitwirkt. Denn das Gastgeberland ist ebenfalls im ersten Topf gesetzt.

Bei der Zusammensetzung der Gruppen muss nebst der Lostöpfe aber auch eine weitere Auflage beachtet werden: Jede der sechs Fifa-Konföderationen darf nicht mehr als ein Team pro Gruppe entsenden. Ausnahme ist Europa, das angesichts der mit Abstand grössten Teilnehmerzahl maximal zwei Mannschaften pro Gruppe stellen darf. Ausschliesslich europäische Vorrundengegner sind für die Schweiz folglich nicht möglich.

Letztes Turnier mit 32 Teams

Künftig dürfte die Auslosung etwas anders daherkommen. Die Ausgabe in Katar markiert das Ende der WM mit 32 Teams, wie sie erstmalig 1998 in Frankreich ausgetragen wurde. Wie die Fifa 2017 entschied, sind ab dem Turnier 2026, das in Kanada, den USA sowie in Mexiko stattfinden soll, in einem neuen – und umstrittenen – Modus 48 Teilnehmerländer vorgesehen. Die Mannschaften sollen dafür auf 16 Gruppen mit je drei Mannschaften verteilt werden.

Die Lostöpfe im Überblick:

Topf 1:

Katar (Gastgeber)
Brasilien
Belgien
Frankreich
Argentinien
England
Spanien
Portugal

Topf 2:
Mexiko
Niederlande
Dänemark
Deutschland
Uruguay
Schweiz
USA
Kroatien

Topf 3:

Senegal
Iran
Japan
Marokko
Serbien
Polen
Südkorea
Tunesien

Topf 4:

Kamerun
Kanada
Ecuador
Saudi-Arabien
Ghana
Playoff Europa (Wales/Ukraine/Schottland)
Playoff interkontinental 1 (VAE/Australien/Peru)
Playoff interkontinental 2 (Costa Rica/Neuseeland)