EM-Qualifikation
Drei Punkte dank Goaliefehler: U21 feiert Minisieg in Wales

Die Schweizer U21 vermag in Newport kaum zu überzeugen, fährt durch einen 1:0-Auswärtserfolg aber die eingeplanten drei Zähler ein. Bedanken darf sich die bisweilen lethargische Lustrinelli-Elf beim walisischen Torhüter George Ratcliffe.

Dan Urner
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Die Schweizer U21, hier mit Nicolas Vouilloz (rechts), siegte gegen Wales mit 1:0.

Die Schweizer U21, hier mit Nicolas Vouilloz (rechts), siegte gegen Wales mit 1:0.

Keystone

Pflicht erfüllt: Die Schweizer U21-Nationalmannschaft hat nach dem Sieg über Moldawien auch gegen Wales den eingeplanten Vollerfolg eingefahren. Die Elf von Trainer Mauro Lustrinelli gewann in Newport mit 1:0 und rückt wieder auf die Leaderposition in Qualifikationsgruppe E vor.

Ihrer Favoritenrolle wurde die Nati nur bedingt gerecht, bekundete sie vor allem anfänglich doch grosse Mühe, dem kampfbetonten Auftreten der Gastgeber wirksam beizukommen. Den Walisern fehlten allein die spielerischen Mittel, um die Schweiz für die pomadige Darbietung zu bestrafen.

Nach rund 20 Minuten war der Lustrinelli-Elf die Spielkontrolle nicht mehr abzusprechen, vor allem Felix Mambimbi stellte sich als stets anspielbarer Aktivposten heraus. Dem YB-Stürmer fiel in der 33. Minute auch die erste nennenswerte Chance der Schweiz zu. Zeki Amdouni traf kurz danach den Pfosten (39.), und auch Fabian Rieder wurde für einmal beim walisischen Goalie George Ratcliffe vorstellig (45.). Insgesamt fehlten den Angriffsansätzen aber Präzision und Kreativität. Entsprechend unansehnlich war der Match, dem die Halbzeitpause bestens zu Gesicht stand.

Ndoye und Mambimbi nehmen walisisiche Einladung an

Die zweite Hälfte hätte beinahe denkbar ungünstig begonnen, der Waliser Daniel Williams kam nach einem Eckball unbedrängt zum Schuss. Seinen eher schwachen Abschlussversuch konnte Justin Hammel aber problemlos parieren. Die Schweiz brauchte ein Geschenk der Gastgeber zur Führung: Torhüter Ratcliffe wagte einen unerklärlichen Ausflug in die Weiten des Spielfelds; der bis dahin unsichtbare Dan Ndoye umkurvte den orientierungslosen Schlussmann und servierte den Ball Mambimbi, der nur ins leere Tor einzuschieben brauchte (53.).

Eine wirkliche Leistungssteigerung der Nati war nicht zu konstatieren – und in der Schlussphase geriet die knappe Führung mehrfach in Gefahr. Die lethargischen Schweizer durften von Glück sprechen, dass dem Treffer von Billy Sass-Davies ein angebliches Foul gegen Nicolas Vouilloz vorausging (87.). Wales drängte auf den Ausgleich, doch belohnte sich für den Aufwand nicht.

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