EM-Qualifikation
Amdouni erlöst die Schweiz: U21 besteht Geduldsprobe gegen Moldawien

Die Mannschaft von Trainer Mauro Lustrinelli bekundet gegen kompakte Osteuropäer reichlich Mühe. Zeki Amdouni stellt mit seinem Kopfballtreffer die Weichen auf Sieg, danach ist der Damm gebrochen.

Dan Urner
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Der Schweizer Fabian Rieder (rechts) im Zweikampf mit Dan Puscas.

Der Schweizer Fabian Rieder (rechts) im Zweikampf mit Dan Puscas.

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Die Schweizer U21-Nationalmannschaft bleibt auf EM-Kurs, wenn auch mit Mühe. Die Auswahl von Trainer Mauro Lustrinelli bestand seine Geduldsprobe gegen Moldawien, gewann eine harzige Partie in Thun mit 3:0 – und hält nach dem vierten Sieg im fünften Spiel seinen Spitzenplatz in Qualifikationsgruppe E.

Die etwas ausgedünnte Schweizer Equipe – mit Noah Okafor, Kastriot Imeri und Bryan Okoh stehen gleich drei nominelle Stammspieler im Aufgebot der A-Nati – agierte spielbestimmend, auch der Offensivdrang war ihr nicht abzusprechen. Weil die Schweizer jedoch viel mit halbgaren langen Bällen operierten und den Bemühungen gegen defensivorientierte Gäste stets eine Portion Präzision fehlte, blieben echte Chancen lange Mangelware.

Zwingend wurde es erstmals nach gut 22 Minuten: Alexandre Jankewitz legte eine halbhohe Flanke von Jan Kronig gekonnt auf seinen YB-Teamkollegen Fabian Rieder ab. Dessen Abschluss brachte den moldawischen Goalie Sebastian Agachi freilich nicht in Verlegenheit. Es zeichnete sich ein zähes Geduldsspiel ab – Moldawien stand wie erwartet tief und bekundete angesichts der Schweizer Ideenlosigkeit wenig Mühe, Torgefahr gar nicht erst aufkommen zu lassen. Zeki Amdounis Kopfball blieb lange der einzige Höhepunkt nach der Pause (49.).

Zeki Amdouni ebnet den Weg

Zeki Amdouni brachte die Schweiz mit seinem Tor auf Kurs.

Zeki Amdouni brachte die Schweiz mit seinem Tor auf Kurs.

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Amdouni, Kopfball – dieser Kombination war dann auch die Erlösung zu verdanken. Etwa 66 Minuten waren gespielt, als sich das umtriebige Mittelfeldtalent im Strafraum gegen seinen Gegenspieler behauptete und nach einer Halbfeldflanke von Gabriel Barès den Ball sehenswert ins lange Eck bugsierte. Danach war der Knoten geplatzt, Anel Husic sorgte nur wenig später für die Vorentscheidung – ebenfalls per Kopf (76.). Dass die Schweiz die Null hielt, war indes Amir Saipi zu verdanken. Der sonst kaum geforderte Torhüter verhinderte gegen Vladislav Blanuta glänzend den Einschlag (79.). Mit seinem Treffer zum 3:0 tat Fabian Rieder schliesslich noch etwas für die Tordifferenz (86.).

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