Ära vorbei
Kein neuer Vertrag: Lionel Messi verlässt den FC Barcelona

Lionel Messi und der FC Barcelona gehen getrennte Wege. Der argentinische Superstar erhält bei den Katalanen keinen neuen Vertrag mehr.

Gabriel Vilares
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Lionel Messi verabschiedet sich vom FC Barcelona. Beide Parteien konnten sich nicht einigen.

Lionel Messi verabschiedet sich vom FC Barcelona. Beide Parteien konnten sich nicht einigen.

Keystone

FC Barcelona und Lionel Messi. Eine Liebesgeschichte seit seinem Debüt für die erste Mannschaft 2004. Diese hat nun ein Ende. Seit dem 1. Juli war der 34-Jährige vertragslos. Die Bemühungen um eine Vertragsverlängerung sind gescheitert, wie der spanische Verein am Donnerstagabend bekannt gibt:

«Obwohl der FC Barcelona und Lionel Messi heute die klare Absicht einer neuen Vertragsunterzeichnung hatten, kann dies aufgrund finanzieller und struktureller Hindernisse (Reglement der spanischen Liga) nicht passieren. Lionel Messi wird nicht länger beim FC Barcelona bleiben. Beide Parteien bedauern zutiefst, dass die Wünsche des Spielers und des Vereins nicht erfüllt werden konnten.» So lautet die knappe Mitteilung der Katalanen.

Dabei deutete zunächst alles auf eine Vertragsverlängerung hin. Gemäss Medienberichten soll Messi zu einem Gehaltsverzicht von 50 Prozent bereit gewesen sein. Doch selbst dies genügte wohl dem Verein nicht, der sich seit Jahren wegen Misswirtschaft in der Schuldenkrise befindet.

Erste Brüche im vergangenen Jahr

Im Jahr 2000 kam Messi als 13-jähriger Knirps aus dem argentinischen Rosario zum FC Barcelona. 21 Jahre später verlässt er seinen Herzensverein, mit dem er insgesamt 35 Titel feiern konnte. Sechsmal wurde er zum Weltfussballer des Jahres ausgezeichnet. In 778 Spielen netzte er 672 Mal ein. Rekord in der 121-jährigen Vereinsgeschichte. Nun ist die Ära vorbei.

Obwohl diese Meldung einem Erdbeben im Fussballgeschäft gleicht, kommt dieser Abgang nicht überraschend. Bereits vor einem Jahr nahm die Beziehung zwischen dem FCB und Messi erste grössere Risse an. Wegen Indiskretionen (sein Lohn wurde publik) und schwachen Leistungen in der Champions League wollte er den Verein bereits im vergangenen Jahr verlassen. Der Klub stellte sich quer und liess sein Aushängeschild nicht ziehen. Nun geht der argentinische Superstar. Der finanziell angeschlagene Verein wird keine Ablöse für ihr Aushängeschild kassieren können.

Wo wird es Lionel Messi hinziehen? Am heissesten gehandelt werden Manchester City und Paris Saint-Germain. Bei den Skyblues würde er auf seinen ehemaligen Coach Pep Guardiola treffen, bei PSG auf drei Nati-Kollegen. Beide Vereine könnten sich Messi problemlos leisten.

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