Wissenschaft
Forschungsteam macht Vorschlag zur Verbesserung der Contact-Tracing-App

Ein internationales Forschungsteam hat eine Methode zur Verbesserung von Contact-Tracing-Apps entwickelt. Auch die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne ist beteiligt.

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Die Schweizer Contact-Tracing-App ist seit über einem Jahr im Einsatz. Die Technologie ist laut einer neuen Studie verbesserungsfähig.

Die Schweizer Contact-Tracing-App ist seit über einem Jahr im Einsatz. Die Technologie ist laut einer neuen Studie verbesserungsfähig.

Keystone

Die Wirkung der SwissCovid-App ist umstritten. Die Nutzerzahlen stagnieren seit längerem und obwohl der Bund im Juni ein positives Fazit gezogen hat, arbeitet er derzeit an einer Erweiterung der Schweizer Contact-Tracing App. Nun hat ein Forschungsteam eine Methode zur Verbesserung solcher Apps entwickelt, wie einer Mitteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne zu entnehmen ist.

Die Methode basiert auf Wahrscheinlichkeitsrechnungen und Statistik. Konkret sollen kürzliche Kontakte, individuelles Risikoverhalten sowie Informationen über Tests und Symptome für die Berechnungen in Betracht gezogen werden. So könne das individuelle Ansteckungsrisiko einer Person berechnet werden.

Gemäss der Mitteilung verbessert die Methode die bisherige Technologie der Contact-Tracing-Apps. Die Forscherinnen und Forscher rufen deshalb dazu auf, die Erkenntnisse in die Weiterentwicklung der Apps einfliessen zu lassen. Sie weisen aber auch darauf hin, dass Contact-Tracing-Apps nicht in allen Phasen einen gleich grossen Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten können. Am besten würden die dann funktionieren, wenn das manuelle (beziehungsweise telefonische) Contact-Tracing an seine Grenzen stosse, aber noch kein Lockdown nötig sei. (gb)

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