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Mobilitätsmonitoring: Pendlerströme sind auf Niveau von Mai 2020 gesunken

Die bundesrätlich verordnete Homeoffice-Pflicht scheint Wirkung zu zeitigen. Mobilitätsdaten zeigen, dass seit dem 18. Januar deutlich weniger Arbeitnehmende pendeln.

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Seit dem Inkrafttreten der verstärkten Massnahmen wird deutlich weniger gependelt. (Symbolbild)

Seit dem Inkrafttreten der verstärkten Massnahmen wird deutlich weniger gependelt. (Symbolbild)

Keystone

(wap) Nur noch etwas mehr als 30 Prozent der überwachten Personen seien letzte Woche noch zur Arbeit gependelt, meldete die Marktforschungsfirma Intervista am Montag. Sie untersucht mithilfe von Freiwilligen, die ihr Reiseverhalten per App tracken lassen, die Mobilität der Schweizer Bevölkerung und stellt diese Daten der Corona-Taskforce zur Verfügung. Werte wie letzte Woche sah man – abgesehen von den Weihnachts- und Neujahrsferien – letztmals im Mai 2020. Noch im Herbst waren es knapp 40 Prozent, vor Ausbruch der Coronakrise 50 Prozent gewesen.

Auch die Nutzung des öffentlichen Verkehrs insgesamt bewegte sich im Rahmen dessen, was Mitte Mai beobachtet wurde. Schon seit Anfang Januar liegen die von den Probanden täglich mit Tram, Zug oder Bus zurückgestellten Strecken 60 Prozent tiefer als normal. Dabei weisen Männer insgesamt eine höhere Mobilität auf als Frauen. Im Laufe der letzten Woche haben sich diese Unterschiede leicht akzentuiert. Bei beiden Geschlechtern lag der Tagesdurchschnitt deutlich unter jenem vom Sommer und Herbst und in etwa auf dem Niveau von Mitte Mai.