Gesundheit
Vielen Sozialhilfebezügern geht es gesundheitlich schlecht

Wer Sozialhilfe bezieht, ist gesundheitlich überdurchschnittlich stark angeschlagen. Das zeigt eine Studie der Berner Fachhochschule (BFH) und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW).

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Sozialhilfebeziehenden geht es häufig gesundheitlich schlechter als anderen Bevölkerungsgruppen. (Symbolbild)

Sozialhilfebeziehenden geht es häufig gesundheitlich schlechter als anderen Bevölkerungsgruppen. (Symbolbild)

Keystone

«Sozialhilfebeziehende weisen einen deutlich schlechteren Gesundheitszustand auf als die Restbevölkerung und auch als andere Bevölkerungsgruppen in prekären finanziellen Verhältnissen», wird ZHAW-Projektleiter Marc Höglinger in einer gemeinsamen Mitteilung der Hochschulen vom Mittwoch zitiert. Sie schätzen nicht nur ihre subjektive Gesundheit schlechter ein, sondern leiden häufiger auch an einer oder mehreren chronischen Krankheiten.

Entsprechend oft beanspruchen sie Gesundheitsleistungen. Gleichzeitig berichten die Sozialhilfebeziehenden häufiger als die Vergleichsgruppen, dass sie auf notwendige medizinische Untersuchungen verzichtet hätten, wie es weiter heisst. Es besteht für sie dadurch ein Risiko der Unterversorgung.

Diese gesundheitlichen Einschränkungen erschweren zudem die Stellensuche. Besonders psychische Probleme scheinen gemäss Studie, die im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) erstellt wurde, einer raschen Erwerbsreintegration im Weg zu stehen. So leiden erwerbslose Sozialhilfebeziehende viel häufiger unter Depressionen als Sozialhilfebeziehende, die einem Erwerb nachgehen, wie es weiter heisst. (abi)

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