Zürcher Forscher entdecken Gen, das Pollenzahl von Pflanzen beeinflusst

Forschende der Universität Zürich entdecken ein Gen, das die Zahl der Pollen von Pflanzen beeinflusst. Diese Entdeckung soll dazu beitragen, die Pflanzenzüchtung und Domestizierung in der Landwirtschaft zu optimieren.

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Laut den Forschenden könnten die Ergebnisse ihrer Studie dazu beitragen, die Pflanzenzüchtung in der Landwirtschaft verbessern. (Symbolbild)

Laut den Forschenden könnten die Ergebnisse ihrer Studie dazu beitragen, die Pflanzenzüchtung in der Landwirtschaft verbessern. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Auf den ersten Blick erscheint eine grosse Anzahl Spermien in der Pflanzenwelt als vorteilhaft, weil somit möglichst viele Nachkommen produziert werden können. Für selbstbefruchtende Pflanzen könnte es aber durchaus vorteilhaft sein, weniger männliche Keimzellen zu produzieren. Nun hat eine internationale Studie unter der Leitung der Universität Zürich ein Gen identifiziert, das die Pollenzahl von Pflanzen beeinflusst. Dies gab die Universität in einer Mitteilung am Montag bekannt.

Für ihre Untersuchung verwendeten die Forschenden die gut charakterisierte Modellpflanze Arabidopsis thaliana, besser bekannt als Acker-Schmalwand oder Schotenkresse. Laut den beteiligten Forschenden seien die Ergebnisse der Studie allgemein wichtig für die praktische Anwendung in der Pflanzenzucht und im Anbau.

So könnte eine Kostensenkung bei der Produktion von Pollen den Ernteertrag steigern. «Unsere Studie öffnet den Weg für die molekulare Züchtung der optimalen Zahl an Pollen», lässt sich Kentaro Shimizu, Professor für Evolutionsbiologie und Umweltwissenschaften an der Universität Zürich, in der Mitteilung zitieren.