Die Spin-offs der ETH Zürich gewinnen an wirtschaftlicher Bedeutung

Die Universität St. Gallen hat erneut untersucht, welche Rolle Spin-offs der ETH Zürich in der Schweizer Wirtschaft spielen. Fazit: Diese werden immer wichtiger und generieren inzwischen deutlich mehr Stellen.

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Die ETH Zürich unterstützt Spin-offs seit 2005. Heute gibt es zwei Dutzend Neugründungen pro Jahr an der Eidgenössischen Technischen Hochschule.

Die ETH Zürich unterstützt Spin-offs seit 2005. Heute gibt es zwei Dutzend Neugründungen pro Jahr an der Eidgenössischen Technischen Hochschule.

Keystone

(wap) Als die Universität St. Gallen (HSG) den ökonomischen Einfluss der Firmengründungen an der ETH 2008 erstmals untersuchte, generierte ein Spin-off im Durchschnitt sieben Stellen. Gemäss der neuesten HSG-Untersuchung sind es heute mehr als dreissig, wie die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) am Dienstag vermeldete. Damit werde der Durchschnittswert der neu geschaffenen Stellen von Schweizer Start-ups um mehr als das doppelte übertroffen.

Allein die 145 ausgewählten Spin-offs, welche die Universität St. Gallen untersucht hat, hatten laut ETH im Untersuchungsjahr 2017 fast 900 Millionen Franken Umsatz erwirtschaftet. Der ganze Unternehmenswert der untersuchten Gruppe habe sich auf fast fünf Milliarden Franken belaufen. «Hochgerechnet auf alle ETH-Spin-offs dürfte dieser Wert bei gegen zehn Milliarden Franken liegen», schreibt die ETH.

ETH will Unterstützung für Spin-offs ausbauen

«Es ist erfreulich, wie sich die Spin-offs an der ETH entwickeln», wird Detlef Günther, ETH-Vizepräsident für Forschung, in der Mitteilung zitiert. Pro Jahr würden mittlerweile fast 30 Spin-offs an der ETH gegründet. In den nächsten Jahren will die Technische Hochschule Zürich ihre Unterstützungsangebote für Spin-offs weiter verbessern, schreibt sie.

Die aktuelle HSG-Studie zur Performance von Spin-offs der ETH Zürich – die dritte ihrer Art nach 2008 und 2015 – basiert auf Befragungen von 2018 über den Geschäftsverlauf im Vorjahr. Ebenso seien öffentlich zugängliche Informationen der Unternehmen ausgewertet worden, schreibt die ETH. Von den bislang an der ETH neu gegründeten 429 Firmen seien jeweils mindestens von rund einem Drittel Angaben eingeflossen.