Coronavirus
Gut geschützt gegen die neuen Varianten? Ein Test von Schweizer Forschern zeigt es

Forscher aus der Westschweiz haben einen neuen Bluttest entwickelt. Dadurch lässt sich einfach bestimmen, wie gut jemand gegen neue Coronavarianten geschützt ist.

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Entwickelt wurde der Test von den Lausanner Universitätsspitälern und der ETH Lausanne.

Entwickelt wurde der Test von den Lausanner Universitätsspitälern und der ETH Lausanne.

CHUV/EPFL

Durch Bluttests lassen sich Antikörper gegen das Coronavirus in der Blutbahn eines Patienten nachweisen. Nun haben Forscher der Lausanner Universitätsspitäler (CHUV) und der ETH Lausanne (EPFL) einen neuen Test entwickelt, der empfindlich genug ist, um die Menge der SARS-CoV-2 neutralisierenden Antikörper im Blut zu messen, wie die beiden Institute am Mittwoch bekanntgaben. Die Ergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift «Science Translational Medicine» veröffentlicht.

Die Entdeckung eröffne vielversprechende neue Wege, um die Immunität durch Infektion oder Impfung zu gewährleisten, heisst es in der Mitteilung weiter. Mit diesem Test könnten Experten das Niveau des Schutzes gegen Varianten des Virus messen und deren Verbreitung über die Zeit verfolgen.

Da die neue Methode einen einfachen Bluttest erfordert, kann sie leicht in grossem Umfang eingesetzt werden. Der neue Test ist am CHUV verfügbar, kann aber nur auf Anordnung eines Arztes nach einem positiven PCR-Test gemacht werden. Die Testkosten von 100 Franken werden noch nicht von der Grundversicherung gedeckt. (rwa)

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