Zentrum Paul Klee
«Poetische Reliquienkästchen» von Klee-Enkel in Bern zu sehen

Das Zentrum Paul Klee in Bern zeigt im Sommer künstlerische Arbeiten von Alexander Klee. Der Enkel des berühmten Malers Paul Klee war im März im Alter von 80 Jahren gestorben.

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Alexander Klee – hier in einer Aufnahme von 2017 – war Enkel des Malers Paul Klee. Er starb im März 80-jährig.

Alexander Klee – hier in einer Aufnahme von 2017 – war Enkel des Malers Paul Klee. Er starb im März 80-jährig.

Keystone

Alexander Klee war Fotograf und Buchhändler sowie unter dem Künstlernamen Aljoscha Ségard Grafiker und Objektkünstler. Das Berner Museum Zentrum Paul Klee (ZPK) wird in der Sonderausstellung «In memoriam Aljoscha Ségard» ab Juli grossformatige Kohlezeichnungen mit abstrakten Kompositionen sowie Assemblagen mit Alltags-Objekten zeigen. Ségard ordnete sie in kleinen schwarzen Glaskästen an, teils mit beigefügten Wörtern. Das Museum spricht von «poetischen Reliquienkästchen voller Assoziationen».

«Mit seinem Grossvater verbinden ihn künstlerisch mindestens drei Eigenschaften», schreibt das Museum: «das Hintersinnige, das Witzig-Poetische und die Freude am Zusammenspiel von Bild und Wort.»

Ségard war der Sohn von Paul Klees Sohn Felix. Er wurde 1940 geboren – also in dem Jahr, in welchem Paul Klee starb. Alexander Klee hatte sich stets für das Erbe seines Grossvaters eingesetzt, etwa als Mitgründer des Museums Zentrum Paul Klee. Dort engagierte sich Ségard auch bis zu seinem Tod am 1. März als Förderer. Das ZPK würdigte damals seine «grosse Verdienste um die Förderung von Erhaltung, Erforschung und internationaler Vermittlung des Œuvres seines Grossvaters.»(dpa/sat)

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