Wegen Corona-Krise soll mehr Schweizer Musik am Radio gespielt werden

Mehr Airplay am Radio soll helfen Gagenausfälle zumindest teilweise abzufedern. Zwei Schweizer Musikerinnen bitten das SRF um Unterstützung.  

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Die Zürcher Band Black Sea Dahu bei einem Konzert in Luzern.

Die Zürcher Band Black Sea Dahu bei einem Konzert in Luzern. 

Nadia Schärli / Luzerner Zeitung

(mg) Ohne Konzerte keine Gage: Wegen des Veranstaltungsverbots stehen viele Schweizer Musiker und Musikerinnen vor Problemen. Konzerte als wichtigste Einnahmequelle fallen weg. Zwar hat der Bundesrat am Freitag beschlossen, dass auch für den Kulturbereich zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt werden, aber sämtliche Gagenausfälle wird man damit nicht kompensieren können. 

Ein anderen Ansatz fordern nun zwei Schweizer Musikerinnen. Die Bündnerin Corin Curschellas und die Zürcherin Nadja Zela rufen das Radio SRF auf, dass sie vermehrt Schweizer Musik spielen.

Jedes Stück, das am Radio gespielt wird, wird über Urheberrechtsgebühren abgegolten. «Wir brauchen Einnahmen jetzt dringend», so Curschellas auf Facebook. Es würde den Musiker und Musikerinnen  helfen «wenigstens teilweise ihre Ausfälle zu kompensieren», schreibt auch Zela in einem offenen Brief an das SRF. Curschellas schreibt weiter:

«Unsere Musik ist divers, und genau so gut wie die der kommerziellen internationalen Acts.»

Zela erinnert das Schweizer Radio daran, dass sich gerade bei der Abstimmung zu «No Billag» viele Kulturschaffende für das SRF eingesetzt hätten. «Jetzt sind wir Kulturschaffenden in einer Situation, in der wir dringend auf die Solidarität und die Unterstützung von Radio und TV SRF angewiesen sind». Ihr schweben neben mehr Schweizer Musiker auch noch weitere Massnahmen vor. 

Derzeit sei auf SRF1 und SRF3 der Anteil an Schweizer Musik bei rund 20 Prozent, schreibt das Radio in einem Beitrag. Das sei deutlich mehr als bei den Privatradios. 

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