Kulturveranstalter verlangen vom Bundesrat für Grossveranstaltungen Klarheit

Vor dem heute erwarteten Entscheid des Bundesrates über Grossverantstaltungen verlangen Kulturveranstalter Klarheit. Es brauche Planbarkeit mindestens drei Monate im Voraus.

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Grosse Kulturveranstaltungen wie das Openair auf dem Gurten brauchen laut den Veranstaltern mindestens drei Monate Planungssicherheit.

Grosse Kulturveranstaltungen wie das Openair auf dem Gurten brauchen laut den Veranstaltern mindestens drei Monate Planungssicherheit.

Peter Klaunzer / KEYSTONE

(sat) Laut einem Positionspapier der Event-Branche, über welches am Dienstagabend zuerst die Sendung «10vor10» von Fernsehen SRF berichtete, fordern die Veranstalter eine schweizweit einheitliche Regelung für alle Kultur-Events. Zudem braucht es laut dem Branchenverband SMPA Planungssicherheit auf drei Monate hinaus. Diese könne alle zwei Wochen aktualisiert werden. Und der Erwerbsersatz, welcher am 16. September ausläuft, müsse mindestens um sechs Monate über das Ende der Massnahmen hinaus verlängert werden.

Heute herrsche für kulturelle Events «ein Dschungel für Veranstaltungsbewilligungen», kritisierte SMPA-Präsident Christoph Bill gegenüber SRF. Die Voraussetzungen – zum Beispiel die Anforderungen an Schutzkonzepte – unterschieden sich dabei nicht nur zwischen Kantonen, sondern teilweise sogar zwischen Gemeinden. «Wir möchten im Dialog mit einer Stelle endlich generelle Konzepte entwickeln können, die dann überall gelten.» Einfach eine Höchstzahl zu haben reicht laut Bill nicht. Nach langem Warten habe vergangenen Freitag ein erstes Treffen mit Vertretern des Bundesamtes für Gesundheit stattfinden können. Dabei sei allerdings noch nichts entschieden worden. Aber immerhin, so Bill, habe die Branche ihre Positionen darlegen können.

Ein Entscheid des Bundesrates über die Aufhebung oder Weiterführung der sogenannten 1000er-Regel wird für heute erwartet. Am Mittwoch trifft sich der Bundesrat nach der Sommerpause zur ersten offiziellen Sitzung. Aufgrund der Coronapandemie hatte die Landesregierung am 28. Februar als eines der ersten europäischen Länder Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern verboten. Betroffen davon waren namentlich kulturelle und sportliche Anlässe. Aber auch Messen und gesellschaftliche Anlässe Fasnachten waren davon betroffen. Nach Verlängerungen gilt das Verbot von Grossveranstaltungen vorerst bis Ende August.