Deutscher Buchpreis: Drei Schweizer nominiert

Zwanzig Titel stehen auf der heute veröffentlichten Liste der für den Deutschen Buchpreis nominierten Bücher. Mit dabei: Dorothee Elmiger, Charles Lewinsky und Arno Camenisch.

Hansruedi Kugler
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Charles Lewinsky, Dorothee Elmiger und Arno Camenisch (v.l.n.r.) sind alle für den Deutschen Buchpreis 2020 nominiert.

Charles Lewinsky, Dorothee Elmiger und Arno Camenisch (v.l.n.r.) sind alle für den Deutschen Buchpreis 2020 nominiert.

Keystone

Zehn Jahre ist es her, dass mit Melinda Nadj Abonjis «Tauben fliegen auf» ein Schweizer Roman den Deutschen Buchpreis gewonnen hat. Der seit 2005 verliehene Preis ging sonst immer an deutsche oder österreichische Autorinnen und Autoren. Nun stehen also gleich drei Bücher aus der Schweiz am Start: Ein schmaler Roman von Arno Camenisch, ein dicker Roman von Charles Lewinsky und ein essayistisches Tagebuch von Dorothee Elmiger. Camenischs «Goldene Jahre» über zwei tapfere Tankstellenbesitzerinnen in einem Bündner Bergdorf, die auf ihr Leben zurückblicken, erschien im Mai, Dorothee Elmigers vielstimmiges, persönlich-politisches Recherchetagebuch «Aus der Zuckerfabrik» über Begehren, kolonialen Zucker-Kapitalismus, Sklaverei und den ersten Schweizer Lottomillionär erschien diese Woche, Charles Lewinskys 677 Seiten starker historischer Roman «Halbbart», der im dörflichem 14. Jahrhundert spielt, wird am 26. August erscheinen. Eingereicht worden sind 206 Titel. Am 15. September wird auf sechs reduziert. Der Siegertitel wird am 12. Oktober bekannt gegeben und erhält 25 000 Euro.