Berlinale-Film «Schwesterlein» ist Schweizer Kandidat für Oscar

Noch bevor der Film «Schwesterlein» im September in den Kinos überhaupt anläuft ist bereits klar: Die Schweiz schickt das Drama mit Nina Hoss und Lars Eidinger ins Rennen um einen Oscar.

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Schwesterlein und Brüderlein: Lisa (Nina Hoss) und ihr an Leukämie erkrankter Bruder Sven (Lars Eidinger) in «Schwesterlein».

Schwesterlein und Brüderlein: Lisa (Nina Hoss) und ihr an Leukämie erkrankter Bruder Sven (Lars Eidinger) in «Schwesterlein».

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(sat) Das Bundesamt für Kultur (BAK) will den Schweizer Spielfilm «Schwesterlein» bei der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Hollywood in der Kategorie «International Feature Film» für einen Oscar einreichen. Das teilte das BAK am Freitag mit. Im Februar 2021 wird Hollywood dann bekanntgegeben, ob der Film von Stéphanie Chuat und Véronique Reymond auch in die Shortlist aufgenommen wird. Am 15. März werden die fünf nominierten Filme bekannt gegeben werden. Die Oscar-Verleihung ist am 25. April 2021 im Dolby Theatre in Los Angeles geplant.

In «Schwesterlein», der Anfang September in den Schweizer Kinos anläuft, versucht die einstige Theaterautorin Lisa ihren schwer erkrankten Zwillingsbruder Sven – einen berühmten Theaterschauspieler – wieder auf die Bühne zu bringen. Sie ist bereit, darum zu kämpfen und dafür sogar ihre Ehe aufs Spiel zu setzen. Die Hauptrollen in dem Film spielen die deutschen Stars Nina Hoss und Lars Eidinger.

Bereits im Rennen um den europäischen Filmpreis

In ihrer Begründung zur Nomination als Oscar-Vertreter der Schweiz schreibt die Jury des Bundesamtes für Kultur: «Einfühlsam und ohne Sentimentalität verdichten die beiden Regisseurinnen Stéphanie Chuat und Véronique Reymond die Geschichte einer ungewöhnlichen Geschwisterbeziehung zu einem universellen Drama über Familie, Sterben und Verantwortung sowie über die existenzielle Kraft der Kunst.» Getragen werde der Film «von einem herausragenden Schauspiel» das «trotz aller Verletzlichkeit Hoffnung» und bewege damit auch ein internationales Publikum anzusprechen vermöge.

Bereits gezeigt worden ist «Schwesterlein» an der Berlinale Anfang Jahr. Zum Gewinn des Goldenen Bären reichte es jedoch nicht. Vor zehn Tagen wurde bekannt, dass der Schweizer Film es in die Vorauswahl der Europäischen Filmakademie für den Europäischen Filmpreis 2020 geschafft hat. Dort konkurrenziert «Schwesterlein» mit 31 weiteren Filmen. Ob es der Film ins Hauptprogramm schafft entscheidet sich am 7. November.