«Zusammenbruch der Lieferketten»: Handel Schweiz verlangt vom Bund Klarheit

Der Dachverband Handel Schweiz fordert vom Bundesrat klare Szenarien angesichts der Zunahme von Coronafällen. Ansonsten drohe der Zusammenbruch der Lieferketten.

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Handel Schweiz befürchet, dass ohne klare Szenarien des Bundes die Lieferketten zusammenbrechen könnten. (Symboldbild)

Handel Schweiz befürchet, dass ohne klare Szenarien des Bundes die Lieferketten zusammenbrechen könnten. (Symboldbild)

Keystone

(sre) Der Dachverband Handel Schweiz verlangt angesichts der Zunahme der Corona-Fallzahlen vom Bundesrat klare Parameter. «Ohne verlässliche Parameter und ein gewisses Mass an Planbarkeit droht der Zusammenbruch der Lieferketten in der Schweiz», warnt Direktor Kaspar Engeli in einer Mitteilung am Freitag. Die Lieferketten seien national und international vernetzt. Entscheidend sei, dass die Grosshändler, Onlinehändler und Detailhändler ihre Logistik frühzeitig auf die möglichen Szenarien der Massnahmen einstellen können.

«Die Logistik beziehungsweise die Lieferketten basieren auf dem Zusammenspiel sehr vieler Akteure», so Engeli. «Auch die Lager sind endlich. Deshalb fordern wir verlässliche Angaben vom Bund, wann mit welchen Massnahmen zu rechnen ist. Die Zeit für kantonale Sonderzüge muss vorbei sein.»

Szenarien müssten frühzeitig durchspielt werden können, damit man Kapazitäten vorausschauend anpassen könne. Handel Schweiz ist dezidiert gegen die Schliessung von Läden. Der Dachverband betont, dass vom Handel in jeder Lage das reibungslose Funktionieren der Lieferketten verlangt werde. Damit dies funktioniere, müsse der Bund aber mit klaren Szenarien für mehr Verlässlichkeit und Planbarkeit sorgen. «Sonst kann der Handel seine Aufgaben nicht mehr erfüllen.»